Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
578
Einzelbild herunterladen
 

578 Kundert und neuniindsicbenzigste Nacht

Während das Mädchen dies sang, vergoß er viele Thränen und seufzte ununter-brochen. Als Scheins Nnnahar diese Verse hörte und seine Thränen sah, konnte sicsich nicht mehr länger zurückhaltcn; sie stand auf, um nach dem Saale zu gehen. Aliging ihr bis zur Thür entgegen und streckte seine Arme nach ihr aus; sic umarmten sich

ML-

HU

Ärr','.'.!

Mi!

E.M iiKKKM-l ÄM N iHN

an der Thürc; wer noch niemals sah, wie die Sonne den Mond umarmte, sah nie zweischönere Menschen beisammen, als diese Beiden! Ihre Kraft verließ sie endlich, siefingen an zu wanken; alle Mädchen umgaben sie und legten sie auf die Polster imSaale, sie brachten Rosenwasser und Moschuspulvcr und bespritzten sie damit, bis siewieder zu sich kamen und so schön und blühend waren wie zuvor. Scheins Unnaharwandte sich dann zur Rechten und zur Linken, und suchte den Specereihändler, der sichhinter den Mädchen verborgen hatte. Als sie nach ihm fragte und er hervortrat,grüßte sie ihn und hieß ihn willkommen.