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Hundert und achtundsielienzigste Nacht.
Kuppel hinauf, und in ihren Blicken lag Liebe und Schmerz; auch er drückte mit seinenAugen und Mienen seine Liebe aus, und so sprach die Zunge der Liebe zwischen ihnen,obschon sie Beide schwiegen, und enthüllte ihnen gegenseitig das Innerste ihres Herzens.Nachdem sie so einander eine Weile betrachtet hatten, befahl Scheins Unnahar demersten Mädchcnreihen, welche die Lauten spielten, sich auf ihre Stühle zu setzen. Sieließ dann durch die Sklavinnen Stühle unter die Fenster der Kuppel, an denen Aliund der Specereihändler sich befanden, bringen und befahl den Mädchen, die mit ihrherauskamcn, sich auf diese Stühle zu setzen. Als sie saßen, winkte sie einer derselbenund befahl ihr zu singen; diese stimmte ihre Laute und sang folgende Verse:
„Der Geliebte neigte sich zur Geliebten bin, und die Liebe macht ausbeiden Herzen ein Einziges.
»Sic stehen am Meer der Liede, es war aber ein süßes Meer, darummachen sie reichen Vorrath. Als sie da standen und Thränen über ihre Wangenstoffen, sagten sie: die Schuld liegt am Geschick, nicht an dem, der diesesMeer befährt."
Sie sangen dabei auf eine Weise, daß der Gefühlvolle entzückt und der Krankegeheilt werden mußte. Ali ward tief gerührt, wandte sich zu einem der Mädchen undbat sie, folgende Verse zu singen:
»Wegen der großen Entfernung, o Geliebte! haben meine Augen nur Thränengeerbt. O Freude uud Glück meiner Augen I o du Ziel meiner Wünsche undmeines Glaubens! habe Mitleid mit dem Betrübten »nd Verzweifelten, dessenAugen in seinen Thränen untcrgehen, dessen Liebe sein Innerstes füllt, solangcs Sehnsucht und Seufzer gibt."