Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
562
Einzelbild herunterladen
 

562

Hundert und Lreiundsiebrnzigstc Nacht.

»njk'l:

VM I

:«'DWW

^ K- MM

zu gehen und den Barbier ans dem Gefängnisse zu holen, und sagte:Ich möchtediesen schweigenden Barbier sehen und ihn sprechen hören, da er doch die Ursacheeurer Rettung geworden; dann wollen wir den Buckligen begraben, der seit gesternschon todt dalicgt, und ihm einen Denkstein errichten." Der Offizier und der Schneiderkamen,sso schnell als möglich mit dem Barbier zurück. Der König von China sah ihnan und merkte, daß er schon mehr als neunzig Jahre alt war; er hatte einen weißenBart und weiße Augenbrauen, hcruntcrhängende Ohren, eine lange Nase; es lag in seinenGcsichtszügcn etwas Einfältiges. Der König lachte, als er den Barbier sah, und sagte:Du Schweigender, erzähle mir eine deiner Geschichten!" Der Barbier sagte:Wasist, o König der Zeit! mit diesem Christen, dem Juden, dem Muselmann und dem Buckligen^ vorgefallen? wer vereint sic hier?" Da sagte der König von China lachend:Was hasti du nach ihnen zu fragen?" Er antwortete:Um zu zeigen, daß ich kein Schwätzer undi unschuldig bin an dem, was man mir vorwirft, weßhalb ich der Schweigende heiße."