Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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Hundert und neunundsechzigste Nacht.

Als mein Bruder den Beutel mit Glas gefüllt hatte," erzählte der Barbier weiter,gürtete er ihn um, und verstellte sich so, daß man ihn nicht erkannte; er verkleidete sich alsFremder, nahm ein Schwert unter das Kleid, und als er die Alte sah, sagte er ihr in einemfremden Dialekt:Ich bin fremd hier, hast du vielleicht eine Goldwage im Hause, wo ich500 Dinar wägen könnte?" Die Alte antwortete:O mein Fremder! ich habe einen Sohn,der Geldwechsler ist und vielerlei Wagen hat; komm geschwind mit mir, che er in seinenLaden geht, er wird dir dein Gold wägen." Mein Bruder sagte ihr:Geh' mir voran!"Sie ging mit meinem Bruder, bis sic wieder an jene Thürc kamen, wo sie anklopfte; cs kamwieder dasselbe Mädchen heraus. Die Alte lachte ihr entgegen und sagte:Heut' bringeich dir fettes Fleisch." Das Mädchen faßte dann meinen Bruder an der Hand undbrachte ihn in die Wohnung, in der er schon einmal war, setzte sich eine Weile zn ihmund sagte dann:Geh' nicht von hier, bis ich wiederkehre!" Als sie weggcgangen,kam sogleich der verfluchte Schwarze wieder, mit einem bloßen Schwert in der Hand;er sagte zu meinem Bruder:Steh' auf, du Verfluchter!" Mein Bruder stand hinter ihmauf, griff nach dem Schwert, das er unter dem Kleid hatte, und schlug den Schwarzen so,daß sein Kopf vom Rumpfe fiel; sodann schleppte er ihn an den Füßen nach dem Keller.Hierauf kam die Sklavin mit einer Schüssel voll Salz; als sie meinen Bruder mit demSchwert in der Hand sah, nahm sie die Flucht, er aber holte sie ein und hieb ihr denKopf ab. Sodann kam die Alte, und als mein Bruder sie sah, sagte er zu ihr:Kennstdu mich, du Alte des Unheils!" Sie entgcgnetc:Nein, mein Herr!" Da sagte meinBruder:Ich bin der Herr des Hauses, in dem du gebetet hast, und den du alsdannhierher gebracht." Sie flchete:O bedenke doch meine Lage!" Er gab ihr aber kein Gehör