Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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Hundert und siebeiruu-sechzigste Nacht

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Mein Bruder," fuhr der Barbier fort,ging immer weiter in seinen Gedanken,und beschloß, wie er während des ganzen Putzes so stolz gegen seine Frau seyn wolle;dann, dachte er, befehle ich einigen meiner Diener, 500 Dinar in einen Beutel zubringen, die ich unter ihre Dienerinnen vertheile, und gebiete, daß man mich mitmeiner Frau allein lasse. Geht man nun mit ihr in's Schlafgemach, so sehe ich sie an,lege mich neben sie, spreche aber aus Geringschätzung gegen sie kein Wort mit ihr,bis man mich für einen stolzen Mann erklärt; da kömmt ihre Mutter, küßt mir dieHand und sagt:O mein Herr, blicke doch auf deine Sklavin herab! sie sehnt sichnach deiner Nähe, stärke doch ihr Herz!" Ich gebe ihr aber gar keine Antwort, undwenn sie dies bemerkt, steht sie auf, küßt mir einige Male die Füße und sagt:O meinHerr! meine Tochter ist jung und hat nie einen Mann erschaut, und sieht sie dich sozurückhaltend, so bricht ihr Herz. Wende dich ihr doch zu! sprich sie an und mache ihrguten Muth!" Ihre Mutter reicht ihr dann einen Becher Wein und sagt:Geh, gibdeinem Gemahl zu trinken!" Wenn sie nun zu mir kömmt, lass' ich sie vor mir stehen,während ich aus meinem Sopha aus cireassischen Stoffen angelehnt sitzen bleibe; ich sehesie aus Hochmuth gar nicht an, bis sie sagt: ich sep ein sehr vornehmer Mann vonedler Seele. Ich lass' sie immer stehen, bis sie sich erniedrigt fühlt und merkt, daß ichHerr bin; sie sagt dann:Mein Herr! ich beschwöre dich bei Gott, weise mich nicht! mit dem Becher zurück! ich bin ja deine Sklavin." Ich gebe keine Antwort; wenn sie