ÄMi!
Hundert und fnnfun-sechzigste Nacht.
Der Barbier erzählte weiter: „Nun beschloß mein Bruder, jene Stadt;» verlassen undnach einem Orte zu gehen, wo ibn Niemand kannte; er lebte dort eine Weile in günstigenUmständen, dann ward er wieder arm und kam in große Verlegenheit. Als er einstspazieren ging, hörte er hinter sich das Geräusch vieler Pferde; er dachte, nun ist GottesBefehl' gekommen. Er suchte dann einen Ort, um sich zu verbergen, fand aber nichts alseine verschlossene Thür; er gab ihr einen Stoß und sie fiel ein. Er sah einen langen Gang;als er hineinging, hielten ihn auf einmal zwei Männer an und sagten: „Gott scp gelobt,daß er dich, du Feind Gottes, uns einmal in unsere Gewalt gebracht! Schon dreiNächte läßt du uns nicht schlafen und nicht ruhen, und läßt uns Todesangst ausstehen."Mein Bruder sagte: „Was habt ihr, Leute?" Sie sagten ihm: „Du ersinnst allerleiList und Bosheit gegen uns, und willst unsrem Hausherrn den Hals abschnciden. Genügtes dir nicht, daß du und deine Freunde ihn in die Armuth gestürzt habt? Gib jetztdas Messer heraus, mit dem du uns jede Nacht drohst." Sie durchsuchten meinenBruder, und als sie ein Messer bei ihm fanden, sagte er: „O ihr Leute, fürchtet
D. h. nim werde ich iibcrrittc» und mutz sterben.
68