Hundert und »>ierundsechzigfte Nacht.
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mein Bruder das Geld und sah, daß es ganz glänzend weiß war. Er legte es beiSeite und der Alte kam fünf Monate lang zu meinem Bruder, der sein Geld besondersin eine Kiste legte. Als er einst das Geld nehmen wollte, um Schafe dafür zu kaufen,und die Kiste öffnete, fand er nichts als rundes versilbertes Papier darin; er schlug sichvor den Kopf und schrie. Es versammelten sich viele Leute um ihn; er erzählte ihnen,was ihm begegnet, wendete sich dann wieder zu seinen Geschäften, schlachtete ein Lammund hing es in seinen Laden. Sodann nahm er zerschnittenes Fleisch, hing esaußerhalb des Ladens und sagte dabei: „O Herr! wenn doch nur der verruchte Altekäme!" Nach einer kleinen Weile kam er wirklich wieder mit seinem Gelde in derHand. Mein Bruder hielt ihn fest und schrie: „O Muselmänner, kommt her und hört,was mir mit diesem Ruchlosen widerfahren!" Als der Alte dies hörte, sagte er: „Duthust wohl gut, mich gehen zu lassen, sonst mache ich dich vor allen Leuten zu Schanden."„Und womit?" fragte mein Bruder. „Damit," antwortete er, „daß du Menschenfleischfür Schaffleisch verkaufst." Mein Bruder sagte: „Du lügst, Verdammter!" Er
antwortete: „Der Lügner' hat einen Menschen im Laden hängen!" Mein Bruder sagte:„Wenn es so ist, wie du behauptest, so sey mein Leben und Alles, was ich besitze,preisgegcbcn." Der Alte rief hierauf: „O ihr versammelten Leute, wollt ihr euch von der
' D. h. der ist ein Lügner, der u. s. w.