Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
524
Einzelbild herunterladen
 

! 52-t Hundert und sechzigste Nacht.

Sklavinnen, und in ihrer Mitte war ein Mädchen wie der Vollmond. Als diese näherkam, und mein Bruder sie sah, stand er auf und stellte sich zu ihren Diensten; siehieß ihn willkommen und sich setzen; er setzte sich, und sie ging auf ihn zu undsagte:Gott erhebe dich! ist was Gutes an dir?" Mein Bruder antwortete:MeineGebieterin! in mir ist alles Gute." Sie ließ dann zu essen bringen; man brachte treffliche

! Speisen. Indessen hörte das Mädchen nicht auf zu lachen, und wenn mein Bruder cs

bemerkte, ging sie unter die Sklavinncn, als wenn sie ihretwillen lachte. Sie zeigtemeinem Bruder die größte Freundlichkeit, hatte aber nur ihren Spaß mit ihm. MeinenBruder hingegen bemächtigte heftige Liebe zu ihr, und er zweifelte nicht, daß dieDame auch ihn liebe und seinen Wunsch befriedigen werde. Als sie gegessen hatten,^ brachte man Wein; dann kamen zehn Sklavinncn wie der Mond: jede hatte eine Laute

^ in der Hand und sie fingen an, mit lauter Stimme zu singen. Mein Bruder ward

entzückt darüber. Als dann die Dame einen Becher voll getrunken, reichte sie auchmeinem Bruder einen Becher."

Schehersad bemerkte den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht fuhr sie fort: