Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
500
Einzelbild herunterladen
 

öOO Hundert und einundsünfzigste Nacht.

durcheinander, bis mir fast der Athem ausging,' er nahm dann das Schermesser wieder,rasirte ein Härchen ab und sprach folgenden Vers:

»So wie Bäume nach ihrem Stamme wachsen, so ist auch der Sohn demVater ähnlich."

Er sagte dann:Bei Gott, mein Herr! ich weiß nicht, ob ich dich oder deinenVater loben soll; meine ganze Mahlzeit werde ich deiner Güte verdanken, die Gott durchdich lang erhalten möge! Ich habe, bei Gott, keinen einzigen Gast, der so etwas verdient;doch besuchen mich nur ehrwürdige Leute, wie San tut, der Badwirth (der ein Badhält); Sali, der Küchenerbsen verkauft; Salut, der Bohnenhändler; Akrascha, derKräuterhändler; Said, der Kameltreiber; Hamid, der Gassenkehrer; Subad, derLohnbedicnte; Kasim, der Nachtwächter; Karim, der Stallknecht. Es ssnd lauterLeute, die weder roh, noch geschwätzig, noch boshaft sind; jeder von ihnen tanzt eineneigenen Tanz und singt eigne Verse dazu. Ihre schönste Eigenschaft ist, daß sie alle,wie dein Diener, nicht gern viel reden. Der Badwirth, der spielt etwas Bezauberndesauf dem Tamburin, tanzt dabei und singt: O Mutter! mein Kops! fülle meinen Krug!"

Schehcrsad bemerkte den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht fuhr sie fort: