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1 (1838)
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488
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488 Hundert und sech s u n d v r e r z i g st c Nacht

WM

Nachricht haben." Sie sagte dann:Mein Herr! ich bin zu dem Mädchen gegangen, undsie hat gesehen, wie meine Augen weinten und wie mein Herz zerknirscht war, und michgefragt:wie geht's dir, Alte? warum athmest du so schwer?" Ich sagte ihr weinend:O meine Gebieterin! Ich komme so eben von einem kranken Jüngling, an dessen Lebenschon seine Familie verzweifelt; er liegt bald in Ohnmacht, bald kömmt er wieder znsich; aber er wird gewiß deinetwillen sterben." Da ihr Herz gerührt ward, fragte siemich:Nun, was geht das dich an?" Ich antwortete ihr:Er ist mein Sohn; seitdemer dich am Fenster gesehen, als du die Pflanzen tränktest, liebt er dich und weint immerfort; er ist's, der folgende Verse gedichtet:

»Bei deinem lebendigen Angesichte beschwöre ich dich, tödte nicht durch deineAbneigung den, der dich liebt. Liebeskrankheit hat meinen Körper geschwächt,und mein Herz ist vom Becher deiner Liebe berauscht. Dein Wuchs gleicht einergeraden, doch biegsamen Lanze, vor deinem Munde erröthct die glänzende Perle(vor Scham). Aus dem Bogen deiner Augenbrauen schleuderst du Pfeile, die niemehr von meinem Herzen weichen und die ich dir nie wieder entgegcnschlcudrc.

Dein schlanker Wuchs gleicht einem zarten Baumzweige. Wer hilft nun demvor Liebe Rasenden, dem Verzweifelten? Bei dem bezaubernden Fleckchenauf deinen Wangen erbarme dich dessen, den du getödtct! Deine Lippenfind Wein, Honig und Perlen in Korallen gefaßt. Deine Füße vertreibenden Tod und die Pein. Gott gebe dir den schönsten Trost in der Liebe!"

Schehersad bemerkte den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht fuhr sie fort: