Hundert
und
v r e r u n - vi e r z i,q st e N a ch t.
„Wir sagten Alle bei der Schilderung des Barbiers," fuhr der Schneider fort:„Niemand von uns will essen und sich belustigen, wenn du uns nicht die Lebensart diesesBarbiers erzählst." Da sprach der Jüngling: „Wisset ihr Leute, es ist mir in meinerStadt, in Bagdad, mit diesem Barbier etwas widerfahren, das die Ursache meinesHinkens ward. Da schwur ich, nicht an einem Orte mit ihm zu sitzen und nicht ineiner Stadt zu wohnen, wo er ist. Ich habe seinetwillen Bagdad verlassen und werdenun diese Nacht noch von hier Weggehen, weil ich ihn hier bei euch sehe." Wir batenihn dringend, sich zu setzen und uns zu erzählen, was ihm in Bagdad mit dem Barbierwiderfahren; der Barbier ward ganz blaß und schlug die Augen zur Erde nieder, undder Jüngling sprach: „Wisset, ihr Leute, mein Vater war einer der ersten Aufseherin Bagdad und hatte kein anderes Kind außer mir; als ich groß war und schon Ver-stand hatte, ging er durch den Tod zur göttlichen Barmherzigkeit ein und hinterließmir ein großes Vermögen. Ich kleidete mich vornehin und lebte höchst vergnügt, dochnichts war mir verhaßter als das weibliche Geschlecht. Eines Tages, als ich inden Straßen Bagdads umherging, begegnete mir auf dem Wege eine GesellschaftFraizen; ich entfloh vor ihnen und flüchtete mich in eine Straße, die keinen Durch-gang hat. Ich saß hier kaum eine Weile, da ward ein Fenster geöffnet, und esblickte ein Mädchen heraus wie die leuchtende Sonne; mein Aug' hatte nie ein schöneresgesehen. Sie hatte Pflanzen am Fenster stehen. Als sie mich sah- lächelte sie: sie zündete