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„Ich war zwei Tage krank," sagte der junge Mann dem jüdischen Arzte; „am drittenTage kam auf einmal mein Hausherr mit Gerichtsdicncrn nebst dem Kaufmanne, der denSchmuck von mir gekauft und gesagt batte, er sey ihm gestohlen worden; auch waren ^fünf Mann Soldaten mit ihnen. Sic blieben alle an der Thüre meiner Wohnungstehen. Ich fragte, was sie wollten, und sie säumten keinen Augenblick, legten mich inKetten, fesselten mich und sagten: „Der Schmuck, den du hattest, gehört dem Befehls-
haber von Damaskus, welcher erklärt hat, dieser Schmuck fehle ihm schon drei Jahreund seine Tochter dazu." Als ich dies hörte, ward ich ganz betroffen; ich ging sogleich
mit abgcschnittener Hand mit ihnen und beschloß, dem Befehlshaber die Wahrheit zu
! erzählen; wird er verzeihen, gut; wo nicht, so mag er mich umbringcn lassen. Als wir
! zum Befehlshaber gelangten und er mich sah, sagte er den Kauflcuten: „Laßt ihn frei!
i ist der cs, der meinen Schmuck verkaufte?" Sie sagten: „Ja!" Da versetzte der Befehls-haber: „Der hat ihn nicht gestohlen, warum habt ihr dem armen Manne die Handungercchterweise abgeschnittcn?" Dies gab mir Muth, und ich sagte dann auch:„Mein Herr, ich habe ihn nicht gestohlen; sie haben sich gegen mich verschworen; unddieser Kaufmann hier hat gesagt: ich habe ihn ihm gestohlen, er gehöre ihm; und nurweil der Richter mich so arg prügeln ließ, entschloß ich mich, um der Prügel los!zu werden, gegen mich selbst zn lügen." Er sagte: „Es sott nicht zu deinem Schade»!