Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
455
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Hundert und drei un-dreißigste Nacht. 455

Ich dachte stets: es gibt nur beim erhabenen Gott Schutz und Macht. Als man nachzehn Tagen mir das Essen brachte, sagte man mir: daß die Dame in's Bad gehen undmorgen bei mir seyn würde, und daß ich mich auf ihren Zorn gefaßt machen solle.Als sie wirklich zu mir kam, ging sie auf mich los und sprach:Gott schwärze deinAngesicht, du sollst keinen Augenblick Ruhe haben! Und ehe ich mich mit dir versöhne,will ich dich bestrafen, weil du Sirbadj gegessen und deine Hände nicht ge-waschen." Sie rief ihre Sklavinnen, diese umringten und banden mich; sie standdann auf, nahm ein scharfes Rasirmesser, kam auf mich zu und schnitt mir die

Daumen und Zehen ab, wie ihr hier sehet, ihr Leute. Ich fiel in Ohnmacht; sie strichdann verschiedene Pulver und Pflaster aus die Wunden, um das Blut zu stillen. Alsdies erfolgt war und meine Augen sich wieder öffneten, gaben mir die Sklavinnen Weinzu trinken, und ich sagte:Nun nehme ich dich zum Zeugen, daß ich nie mehr Sirbadjessen will, ohne nachher meine Hand hundert und zwanzigmal zu waschen." DieDame aber sprach:Nun wirst du es gewiß nicht mehr vergessen." Sie nahm mir hierauf