Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
384
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384 Hundert und sechste Nacht.

mich mit einem Steine geworfen und meine Stirne geritzt; ich muß also doch gewachthaben." Er setzte hinzu:Beim Allmächtigen! mir ist's, nachdem ich an deiner Seitegeruht, als wenn ich geträumt habe, ich sep nackt nach Damaskus gegangen, undsey dann dort Koch geworden; ferner, meine holde Frau, habe ich geträumt, daßich Granatäpfel gekocht, die nicht genug gepfeffert waren; wahrhaftig, ich habe imFreien sehr lange geträumt."Was hast du denn noch im Traume gesehen?" fragteSitt ulhassan;erzähle mir Alles."Hcrzcnsweib," fuhr er fort,wenn ichnicht schnell erwacht wäre, so hätten sie mich an den Galgen genagelt."Undweßhalb?" fragte Sittulhassan.Weil ich die Granatäpfel nicht genug gepfefferthabe," antwortete er;sie haben auch deßhalb meinen Laden verwüstet und mein Geschirrzerbrochen, auch haben sie mich gefesselt, in eine Kiste gesperrt, bei einem Schreinereinen Galgen bestellt, um mich daran zu nageln, weil an den Granatäpfeln nicht genugPfeffer gewesen war. Nun Gottlob! daß mir Alles dies nur im Traume widerfahrenund nicht in der Wirklichkeit." Sittulhassan lachte und drückte ihn an ihr Herz.Dann sagte er wieder:Ich habe doch Alles dies wachend erlebt, und kann aus dieserGeschichte nicht klug werden; cs gibt keine Zuflucht und keine Macht, außer bei Gott."

Schehersad bemerkte hier den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht erzähltesie weiter: >