Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
310
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818 Achtzigste Nacht.

Scheins uddin, und er mußte weinen bei dem Gedanken, nun fern von seinem Vater-lande sterben und von allen Freunden sich trennen zu müssen; er seufzte schwer, undsprach folgende Verse:

»Was sollen wir sagen bei der Entfernung von der Heimat, was thun,wenn heftige Sehnsucht uns überfällt? Kein Bote kann von unserer LiebeNachricht bringen. Wie sollen wir uns trösten, wenn wir von vielen Freun-den keinen Einzigen mehr finden? Nun bleiben uns nur Klagen und Seufzerund Thränen, die über unsere Wangen Herabrollen. O ihr, die ihr vonmeinen Augen fern, doch meinem Herzen so nahe scyd, wißt ihr wohl, daßtrotz der langen Trennung meine Freundschaft doch standhaft blieb? Habtihr in der Entfernung einen Freund vergessen, der so oft eure Thränengetrocknet? Schwere Vorwürfe werde ich euch zu machen haben, wenn unsdort wieder ein neues Leben vereint."

»Als er diese Verse gesprochen und heftig geweint hatte, sagte er zu seinem Sohne:Bevor ich dir meinen lezten Willen offenbare, wisse, daß du einen Oheim hast, derVesir in Kahira ist, von dem ich mich gegen seinen Willen getrennt habe." Er nahmhierauf ein Papier, und schrieb Alles, was zwischen ihm und seinem Bruder vorgefallen,nieder; ferner Alles, was ihm in Basra widerfahren war, den Tag seiner Hochzeit undsein Alter, legte dann dieses Papier zusammen, versiegelte es und gab es seinem Sohne,indem er ihm befahl, es wohl aufzubewahrcn."

Da bemerkte Schehersad den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht fuhr sie fort:

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