Siebenzigste Nacht.
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„Als der Wind gut ward," fuhr das Mädchen fort, „reisten wir ab, sezten unsund plauderten mit einander; da sagten meine Schwestern: „O Schwester, was willst dumit diesem Jüngling anfangen?" Ich antwortete: „Ihn zum Manne nehmen." Hieraufging ich gleich zu ihm und sprach: „Mein Herr! ich hoffe, du wirst mir meinen Wunschgewähren, daß du, wenn ich mich dir bei unsrer Ankunft in Bagdad als unterthäniges Weibvorstelle, mein Mann werden wollest." — „Recht gern," antwortete der Jüngling,„werde ich dir gehorchen und dich dazu noch als meine Herrin und Gebieterin ansehen."Ich wandte mich dann wieder zu meinen Schwestern und sagte ihnen: „Dies ist meinGewinn, euch bleibe hingegen Alles, was ihr aus der Stadt mitgenommen." Aber sieverheimlichten böse Gedanken gegen mich, sie wurden blaß aus Neid wegen des Jüng-lings. Wir hatten guten Wind, bis wir in den Strom kamen. Als wir schon in derNähe von Basra waren, und Nachts schliefen, da benuzten meine Schwestern den Schlaf,hoben mich mit meinem Bette auf und warfen mich in den Strom; dann thaten sie dasGleiche mit dem Jüngling. Dieser ertrank, ich hätte mit ihm ertrinken mögen, aberGott hatte meine Rettung beschlossen, ich fiel auf eine kleine aber hohe Insel. Als icherwachte, und mich mitten im Wasser befand, dachte ich wohl, daß meine Schwesternmich verrathen hätten; ich dankte Gott für meine Rettung. Da indessen ihr Schiff wie