264 Sieben» n -sechzigste Nacht.
Da erblickte ich eine Thüre mit rothem Gold beschlagen, mit einem seidenen Vorbangund einer Lampe darüber; ich dachte, das ist bet Gott sonderbar, hier muß doch wohlein Mensch seyn! Ich trat zur Thüre hinein und fand einen leeren Saal, in dem ichmich ganz allein befand; ich ging von diesem Saale noch in viele andere, bis ich endlichins Frauengemach kam, das auf den höchsten Wohlstand deutete. Alle Wände waren mitgoldgestickten Vorhängen verziert; hier sah ich die Königin schlafen, mit Perlen geschmückt,so groß wie Haselnüsse, auf ihrem Haupte eine Krone mit Edelsteinen besezt."
Schchersad bemerkte hier den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht erzählte sie: