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blauen Decke; zwischen diesen größer» Sofas war noch ein ganz kleines, an dein eben-falls Alles blau war. Als wir in diesen Saal traten, sczte sich jeder Jüngling auf einsolches Sofa und der Alte ließ sich auf das kleinere, das in der Mitte stand, nieder.
Sie sprachen zu mir: „Junger Mann! setze dich auf den Boden und frage nicht nach
unfern, halbgeblendeten Gesichte." Der Alte stand dann auf, reichte Jedem besonders seinEssen, sowohl ihnen als mir, und wir aßen davon; dann reichte er auch mir und ihnenWein, ebenfalls Jedem besonders, und wir tranken. Sie fingen dann an sich zu unter-halten und mich über mein Schicksal auszufragcn, und über alle wunderbaren Dingedie mir begegnet waren. Ich erzählte ihnen vieles davon, bis der größte Theil derNacht verstrichen war; dann sagten die Jünglinge zu dem Alten: „O Alter! es istnun Zeit, daß du uns bringst, was unsre Pflicht erfordert, denn es ist schon die Stunde
zum Schlafen." Der Alte ging in ein Nebenzimmer und brachte zehnSchüsseln heraus,
jede mit einer blauen Decke zugedeckt; er reichte jedem Jüngling eine; dann zündete er> ^ zehn Wachskerzen an und steckte eine auf jede Schüssel; hierauf nahm er den Deckel
weg, und siehe da! es war in der Schüssel: Asche, Kohlenstaub und Pfannenruß; siebeschmierten sich die Gesichter damit, zerrissen ihre Kleider, schlugen sich ins Gesicht und
auf die Brust und sagten weinend: „Es war uns so wohl, da ließ uns der Ueber- ^
^ muth keine Ruhe." So fuhren sic bis gegen Morgen fort. Dann machte ihnen der!
! Alte warmes Wasser; die Jünglinge wuschen sich und zogen andre Kleider an. Alö ich -
! sah, o Gebieterin! wie sie ihr Gesicht besudelten, verlor ich beinahe meine Fassung, mein
Innerstes ward aufgeregt, ich vergaß Alles, waö mir begegnet war, und konnte nichtlänger schweigen; ich fragte sie daher, waö dies bedeute, nachdem wir uns so angenehmmit einander unterhalten hatten. Ich sagte zu ihnen: „Ihr sepd doch, Dank scp Gott,ganz verständige Leute, aber nur Wahnsinnige thun, was ihr eben gethan; ich bitte euchdaher bei Allem, was euch theuer ist, sagt mir, was mit euch geschehen und warumeure Augen ausgestochen worden, und ihr euer Gesicht so mit Asche und Nuß schwärzt."Sie antworteten: „Junger Mann! laß dich von deiner Jugend nicht verleiten und höreauf, uns auszufragen." Sie erhoben sich dann und brachten etwas zu essen; wir aßenzwar, aber in meinem Herzen brannte ein unlöschbares Feuer, so sehr war mein Inner-stes mit ihrem Benehmen beschäftigt. Nun unterhielten wir unö wieder bis Abends,worauf der Alte Wein brachte, den wir bis Mitternacht tranken; dann^ sagtendie Jünglinge zu dem Alten: „Bring uns das, was wir zur Erfüllung unserer
Pflicht brauchen!" Er ging nun und kam nach einer Weile wieder mit den gewöhn-
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i lichcn Schüsseln, und sie thaten dasselbe wie in der vorigen Nacht; nicht anders, weder ^