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1 (1838)
Entstehung
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231
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A ch t n ii d f ü » s z i g st r 7l«cht. 231

sch ich Inseln und Berge, die mir als ein Zeichen der Rettung galten. Meine Freudehierüber war so groß, daß ich den erhabnen Gott lobte und ihn groß nannte. Kaumaber hatte ich dies gethan, so stürzte der Nachen mit mir um und sank unter. Ich

mußte nun den ganzen Tag bis zum Abend schwimmen. Als aber die Nacht heran kam,

meine Arme schon ermüdet, meine Schultern kraftlos waren und ich immer noch nichtwußte, wo ich war, und mich schon darauf gefaßt machte, zu ersaufen, erhob sich plötzlichein heftiger Sturm, das Meer fing an zu toben, es kam eine Welle, so hoch wie einBerg auf mich zu und stieß mich ans Land hin, weil Gott auf diese Weise mich rettenwollte. Als ich nun im Trocknen war, preßte ich meine Kleider aus, breitete sie aufden Boden hin und brachte hier eine lange Nacht zu. Des Morgens kleidete ich mich

wieder an, um zu sehen, in welchem Lande ich mich befand. Ich sah mich in einer

fruchtbaren, mit Bäumen bepflanzten Gegend, und als ich darin umherging, bemerkteich, daß ich auf einer kleinen Insel mitten im Meere war. Ich sagte: es gibt keinenSchutz und keine Macht außer bei dem erhabenen Gotte. Während ich nun so übermeine Lage nachdachte und schon den Tod herbeiwünschte, gewahrte ich in der Ferne ein

! Schiff mit Menschen, das auf die Insel zukam. Ich stieg auf einen Baum, verbarg

mich im Laube, und sah, als das Schiff anlandcte, zehn Sklaven heraussteigen mitSchaufeln und Körben. Als sie mitten in der Insel waren, gruben sie die Erde auf,

bis sie auf eine Platte stießen. Sie kehrten dann zum Schiffe zurück, brachten Brod und

andere Lebensmittel, Mehl, einen Wasscrschlauch, Oel, Honig, mehrere Schafe, Früchte,auch allerlei Hausgeräthschaften, Schüsseln, Betten, Teppiche, Matten und was mansonst Ln einer Wohnung braucht, wie Spiegel und ähnliche Dinge. Die Sklaven gingenstets hin und her, vom Schiffe in die Höhle, bis sie alles herbeigebracht hatten. Zuleztkamen sie wieder mit einem ganz alten Manne, den das Schicksal so hart mitgenommen,daß wenig mehr von ihm übrig geblieben war; er glich einem Gegenstand in einenblauen Lumpen gehüllt, den der Wind hin und her bläst, wie ein Dichter sagte:

Ich zittere heftig vor dem Schicksale, denn es ist mächtig und furcht-bar; früher konnte ich gehen, ohne zu ermüden, jezt bin ich müde, auchwenn ich mich gar nicht bewege." '

Der alte Mann führte einen hübschen Jüngling an der Hand, der nach derschönsten Form gebildet war; er glich einem grünen Baumzweige, bezauberte jedes Herzdurch seine Anmuth, und war eben so gebildet als schön, so daß er alle Leute an Reizenund Tugenden übertraf, wie ein Dichter sagte: