S i o b e ii u n d f ü » s z i j, st e Rächt. 227
ich einmal eine Spazierfahrt nach den Inseln machen wollte, nahm ich auf einen Monat
Lebensmittel mit, begab mich aus die Ncise, belustigte mich einen Monat lang und kehrtedann wieder in mein Land zurück. Hierauf bekam ich Lust zu einer zweiten Ncise unddiesmal nahm ich Proviant auf zwei Monate mit, und so gewöhnte ich mich an See-reisen, bis ich einst mit zehn Schiffen auslicf und vierzig Tage lang immer sortsegelte,
da kamen aber in der cinundvierzigsten Nacht heftige Gegenwinde, das Meer trieb uns !
mächtige Wogen entgegen und schon verzweifelten wir an unserm Leben, denn es ward !
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ganz finster um uns. Da dachte ich: Wer sich in Gefahr begibt, verdient kein Lob, wenner auch glücklich durchkommt. Wir flehten und beteten zu Gott; der Wind blies bald !von dieser, bald von jener Seite und die Mellen schlugen immerfort gegen unser Schiff, !
bis der Morgen heranbrach, da legte sich endlich der Wind und das Meer ward wieder ^
klar. Nach einer Weile schien die Sonne und das Meer lag ruhig, wie das Blatt einesBuches, vor uns; wir näherten uns dann einer Insel und bestiegen das Land, kochten,aßen, tranken und verweilten zwei Tage dort, dann reisten wir wieder zehn Tage lang;
das Meer dehnte sich jeden Tag weiter vor uns aus und wir entfernten uns immer ^
mehr vom Lande, so daß der Lenker des Schiffs zulezt die Küste gar nicht mehr kannte. !
Er sprach nunmehr zu dem Späher: „Steige auf den Mastkorb und sieh dich einmal um!" >
Der Späher ging hinauf, blieb eine Weile oben und sah sich um, kam dann wieder!herunter und sagte: „O Hauptmann! ich habe zu meiner Rechten nichts als den Himmel ^über dem Wasser gesehen und zu meiner Linken sah ich vor mir etwas Schwarzes leuchten, !
sonst aber nichts." Als der Hauptmann dies hörte, warf er seinen Turban vom Kopfe, .
riß sich den Bart aus, schlug sich ins Gesicht und sagte weinend: „O König, wir sindAlle verloren, es gibt keinen Schutz und keine Macht außer beim erhabenen Gotte;" erweinte dann lange und wir weinten mit ihm; hierauf sagten wir: „O Hauptmann,erkläre uns doch die Sache ein wenig!" Da sprach er: „Mein Herr! von dem Tagean, wo der Sturm so heftig war, sind wir vom rechten Wege abgeirret, und nun könnenwir nicht mehr zurückkehren; morgen gegen Mittag werden wir an einen schwarzen Berg ,kommen, der eine Magnetmine enthält, das Wasser wird uns mit Gewalt an diesenBerg hintrciben, das Schiff wird zerschellen .und jeder Nagel wird sich am Bergebefestigen, denn der erhabne Gott hat dem Magnetsteine die Kraft verliehen, das Eisenanzuziehcn; am Berge ist viel Eisen, so daß mit der Zeit der größte Theil desselben,durch die vielen Schiffe die vorüber fuhren, damit bedeckt worden ist. Auf dem Gipfeldes Bergs ist eine Kuppel aus andalusischem Messing, die von zehn messingnen Säulengetragen wird; auf der Kuppel ist ein messingnes Pferd und ein messingner Reiter, auf