§ 156. Das Grundpfandrecht seit der Rezeption.
schon zu Reichszeiten unausführbar gemacht wurde 10 , gelangtenmit der Auflösung des alten Reichs in das Eigentum der Pfand-besitzer.
III. Die Entstehung der modernen Hypothek”.Das Grundpfandrecht ohne Besitz, das so zuletzt sich ausschliefs-lich behauptet hat, ging allmählich in die moderne Hypothek über.Sie hat nicht nur den Namen, sondern auch einen Teil ihres Wesensdem fremden Rechte entlehnt. Allein die schöpferischen Gedanken,denen sie ihre äufsere und innere Bildung verdankt, entstammender jüngeren Satzung und dem Rentenkauf.
1. In ihrer äufseren Gestalt setzt sie unmittelbar diejüngere Satzung fort.
Die deutschrechtlichen Formen der Verpfändung vonLiegenschaften blieben, wennschon vielfach umgewandelt, auch nachder Rezeption in Übung. Nach wie vor erfolgte die Verpfändungvon Grundstücken durch einen rechtsförmlichen Akt vor Gerichtoder Rat mit nachfolgendem Bucheintrage 12 oder wurde doch in
von Schweden an Mecklenburg-Schwerin eingeräumte Pfandbesitz ist durchVertrag zwischen beiden Staaten v. 20. Juni 1903 und gleichzeitigen Vertragzwischen dem Deutschen Reiche und Schweden, indem Schweden auf sein Ein-lösungsrecht verzichtet hat, „in vollen und uneingeschränkten Eigenbesitz um-gewandelt“ (R.G.BI. v. 1904 Nr. 31). Übrigens bestand die Bedeutung, die
B. Schmidt, Der schwedisch-mecklenburgische Pfandvertrag über Stadt undHerrschaft Wismar, Leipz. 1901, diesem Satzungsfalle beilegt, schon längst nurnoch auf dem Papier.
10 Der Kaiser durfte sie nach I.P.O. Art. 5 § 26 nur mit Zustimmungdes Reichstags einlösen; vgl. v. Meibom, Pfandr. S. 4 ff., Schröder, R.G.S. 837 ff-, 866.
11 Be sei er, D.P.R. § 102; Roth § 291; Gerbe r-Cosack § 151Stobbe-Lehmann § 146. F. Weber, Deutsch. Hypothelcenr. S. 99 ff.v. Schwind S. 29 ff., 44 ff., 78 ff., 91 ff. — v. Wächter, Württ. P.R. I 564 ff.Beseler, Z. f. D. R. X 105 ff. Baumeister, Hamb. P.R. I 168 ff. Grefe,Hannov. P.R. II 96 ff., 344 ff., 477 ff.; Leonhardt, Zur Lehre von den Rechts-verhältnissen am Grundeigentum, Hannover 1843, S. 42 ff.; v. Bar, Hannov.Hypothekenr. S. 1 ff. Roth, Bayr. Civilr. II 376 ff. — Koch, Preufs. Privatr.
I § 227; Dernburg u. Hinrichs a. a. O. S. 1 ff. — Johanny, Geschichteund Reform der österreichischen Pfandrechts-Pränotation, Wien 1870. —Huber, Schweiz. P.R. IV 797 ff. — Über das französ. R. Zachariae-Crome
II 8 ff, Egger a. a. 0. (oben § 155 Anm. 1) S. 166 ff, 210 ff, 370 ff.
12 So nach Freiburg. Stadtr. v. 1520 II 8, 4; Solms. L.O. II 15, 1; Frankf.Ref. II 18, 2—3; revid. Lüb. R. III 4, 1; Hamb. Stadtr. II 4, 4; Lüneb. Ref.II 17 u. 19; Hannov. Stadtr. b. Grefe II 108; Mecklenb. Stadtr. b. Beseler,Z. f. D. R. X 105 ff.; Münchner Stadtr. Art. 32; Ulmer Stadtr. b. Roth, Bayr.
C. R. II 376 ff.; Stadtr. v. Nördlingen b. Arnold II 495. Ferner nach den