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2 (1905) Sachenrecht
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Viertes Kapitel. Die begrenzten dinglichen Rechte.

Regelung des Weiderechts in Gesetzbüchern und besonderen Weide-gesetzen zugrunde gelegt 26 . Doch wurden die Weideberechtigungenauf fremdem Boden, insoweit sie als Kulturhindernis erschienen,in neuerer Zeit mannigfach eingeschränkt und vielfach teils durchdie Gemeinheitsteilungen beseitigt, teils einseitiger Ablösung unter-worfen 27 . Mitunter wurde sogar ihre Neubegründung untersagt 28 .Soweit dies nicht der Fall ist, kann auch künftig ein Weiderechtsowohl als Grunddienstbarkeit, wie als beschränkte persönlicheDienstbarkeit bestellt werden 29 . Für Inhalt und Mafs der Weide-dienstbarkeiten bleiben die landesrechtliehen Vorschriften mafs-gehend, die gröfstenteils auch auf anders geartete Weiderechteälterer Herkunft anwendbar sind.

26 Preufs. A. L.R. I, 22 § 80 ff.; Kultured. V. 14. Sept. 1811, Gern. Th.O ,v. 7. Juni 1821. Bayr. L.R. II, 8 c. 1314, Weideges. v. 28. Mai 1852. SachsG. v. 4. Okt. 1828. Württ. Ges. v. 9. Apr. 1820 u. v. 26. März 1873. Hannov'G. v. 8. Nov. 1856 u. v. 8. Mai 1873. Kurhess. G. v. 31. März 1830 u. v.

25. Okt. 1834. Hessisch. G. v. 7. Mai 1842, dazu A.G. z. B.G.B. Art. 280.

Braunschw. G. v. 26. März 1823. Weim. G. v. 3. Apr. 1821 u. 19. Mai 1826,A.G. z. B.G.B. § 146. Sondersli. G. v. 24. Juni 1837 u. v. 16. Nov. 1848. Reufs

j. L. G. v. 16. Aug. 1853. Schaumb. G. v. 2. Juni 1819. Waldeck. G. v.

10. Okt. 1845. Osten-. Gb. § 498-502.

27 Preufs. Gern. Th.O. v. 7. Juni 1821 u. G. v. 2. März 1850; Rhein. Gern.Th.O. v. 19. Mai 1851; G. f. Hohenzollern-Sigm. v. 12. Fehl-. 1846; f. Kasselv. 13. Mai 1867; f. Wiesbaden v. 5. Apr. 1869; f. Schlesw.-Ilolst. v. 17. Aug.1876. Bayr. G. v. 28. Mai 1852. Säclis. G. v. 17. März 1832. Württ. G. v.

26. März 1873. Hess. V. v. 7. Sept. 1814, G. v. 7. Mai 1842, Ablös.Ges. v.

24. Juli 1899. Braunschw. Gern. Th.O. v. 20. Dez. 1834. Oldenb. G. v. 15. Mai1858 u. 22. Apr. 1864. Weim. G. v. 28. Apr. 1869. Meining. G. v. 5. Mai 1850nebst G. v. 12. Juni 1865 u. 9. Febr. 1869. Kob. G. v. 25. Jan. 1849. Goth.G. v. 2. Jan. 1832 u. 5. Nov. 1853. Sondersh. G. v. 9. Apr. 1850 u. 2. April

1854. Rudolst. G. v. 7. Jan. 1856. Reufs ä. L. G. v. 30. Mai 1852. Reufsjj. L.

G. v. 22. März 1838. Lipp. G. v. 17. Jan. 1850. Schaumb. G. v. 13. Mai 1874.Waldeck. G. v. 15. Aug. 1858 u. 25. Jan. 1869. Österr. Pat. v. 5. Juli 1853. Zürch. Gb. § 268269 (718719), Schaffhaus. § 665666, Zug § 230, Solo-thurn § 783, Bündner § 259. Vgl. K. Seelig, Die Ablösung der Weide-berechtigungen auf fremden Grundstücken, Göttingen 1851. Über Ablösung derWeideberechtigungen in Waldungen Danckelmann II 235 ff., 445 ff.

28 So durch Bayr. G. v. 28. Mai 1852 Art. 34. Doch wurden auchneue Weidegemeinschaften staatlich befördert ; vgl. z. B. Bad. G. v. 17. Apr.1884 betr. Einführung gemeiner Schafweide (erzwingbar gegen Minderheit).

29 Als Dienstbarkeit im Sinne des B.G.B. kann auch die dem Obereigen-tümer bei geteiltem Eigentum oder dem Eigentümer bei Hingabe eines Grund-stücks zu vererblichem und veräufserlicliem Nutzungsrecht vorbehaltene Weide-berechtigung konstruiert werden; oben § 144 S. 641 Anm. 5.