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Erstes Kapitel. Die Gegenstände des Sachenrechts.
Andererseits wird durch die Verkörperung in einem Wert-papier jedes Recht, mag es auch ein Grundstück zum Gegen-stände haben, mobilisiert; das eben ist die Funktion der Wert-papiere, Güter jeglicher Art und selbst Bestandteile des Grund-vermögens in bewegliches Vermögen zu verwandeln 61 .
3. Sonstige Rechte. Im übrigen entscheiden über die Be-schaffenheit eines Rechts die Beziehungen seines unkörperlichenGegenstandes zur Körperwelt.
a. Darum ergibt sich für dingliche Rechte unmittelbaraus der Beschaffenheit der ihnen unterworfenen körperlichen Sacheeine gleichartige Beschaffenheit 62 . Denn ihr Gegenstand ist jaein ideell begrenztes Stück jener Sache. Dingliche Rechte anGrundstücken gehören also, auch wenn sie weder selbständige Ge-rechtigkeiten noch Realrechte sind, der Regel nach zum unbeweg-lichen Vermögen 68 . Dies gilt auch für Reallastberechtigungen 64 ;doch wird hier oft nur das Recht im Ganzen für unbeweglich, dasRecht auf die einzelne Leistung für beweglich erklärt 65 , ja mit-unter den ablöslichen Renten und Gülten überhaupt die Eigen-schaft von Fahrnis beigelegt 66 . Es gilt an sich auch für Grund-pfandrechte 67 , sie müfsten denn durch wertpapiermäfsige Ein-kleidung mobilisiert sein; indessen wurde für das gemeine Recht
61 Vgl. unten § 108 ff.
52 Bayr. L.R. I c. 8 § 9 u. Ivreittmayr, Amu.; Gaill II obs. 11nr. 10; Voet a. a. 0. § 20; Glück II 535; Unger I 396; Iluber IV 686Anm. 18.
53 Wormser Ref. II, 3 § 1 u. 3; Solms. L.R. II, 28 § 11; für die Falirnis-gemeinschaft B.G.B. § 1551 Abs. 2.
64 Vgl. Clement. 1 de V. S. (V, 11); Grimm, W. V 202 §3, VI 367 §57;Wormser Ref. IV, 4 § 8, V, 1 § 1; Frankf. Ref. II, 3 § 1; Solms. L.R. a. a. 0.;Lüneb. Niedergerichts-O. b. Pufendorf III App. S. 377; Const. Bl. Saxon.III, 24; Kurköln. Ref. VIII § 7; Iiurpfälz. L.R. IV, 12 Abs. 4; Schweiz. R.
b. Huber IV 687 Anm. 19; weitere Nachweise b. Stobbe § 63 Anm. 28.
66 Nürnb. Ref. v. 1522 XIII, 5, v. 1564 I, 11 c. 4, Frankf. Ref. II, 3 § 5,Kurköln. Ref. VIII § 7. Tengler, Laienspiegel a. a. 0., nimmt dies für Zinse,Renten und Gülten, nicht aber für Frondienste an. Allgemein dafür Wächter,Pand. I 284, Unger I 397, Wendt a. a. 0. S. 18 ff., Stobbe I 593, v. Mei-bom a. a. 0. 361.
66 So z. B. Stat. v. Allstedt v. 1565 b. Walch VI 231, Jülich-Berg. L.R.
c. 69, Recht v. Rees in Z. f. R.G. X 225, andere Quellen b. Stobbe § 63Anm. 28; vgl. auch Bad. L.R. Art. 526 a. Nach Zürch. Ratserk. v. 1419 b.Bluntschli, R.G. I 424 ff., u. Stat. v. Greufsen v. 1556 II, 11 b. WalchVII, 129 macht nur das Kündigungsrecht des Gläubigers, nicht das des Schuldnersdie Rente zur Fahrnis.
67 So noch Worms. Ref. IV, 4 t. 8, Jülich-Berg. L.R. c. 95.