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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
Entstehung
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Übersicht der inneren Verhältnisse. 537

rungcn mit der häuslichen Lebensart der Fürsten dieser Zeitbekannt machen werden.

Georg war der Sohn Herzog Friedrichs II. und der So-phie, Tochter des Kurfürsten Friedrichs II. von Brandenburg.Erbekam nach dem Tode seines Vaters (1547)Brieg, sein ihmin allen Stücken sehr unähnlicher Brüder, Liegnitz. Georglebte in sehr glücklicher Ehe mit Barbara, der Tochter desKurfürsten Joachim II. von Brandenburg, obgleich er diesenur vermöge der berühmten Erbverbrüdcrung vom Jahre 1537gcheirathet hatte, und war demnach Schwager des KurfürstenJohann Georg. Er stand durch seine Familie und durchdie Vermahlungen seiner Kinder mit den brandcnburgischen, an-haltischen, würtcmbcrgischen und münstcrbergischen Hausernin nahen verwandtschaftlichen, mit sehr vielen anderen Fürsten infreundschaftlichen Verhältnissen, wie zahlreiche Briefe derselbenan ihn und die vielen Handschreiben, welche er an sie erließ,beweisen. Der zutrauliche, biedere Ton, in welchem sie sichausdrücken, bezeichnet das sechszehnte Jahrhundert auch vondieser Seite. Besonders bemühetcn sich die Fürsten damalsgute Rosse zu erhalten, weil gewöhnlich fast nur Frauenzim-mer fuhren, Männer aber ritten. Georg wurde daher oftvon ihnen und von Edelleuten um Kutsch- oder Reit-Rossemancherlei Art angegangen und erbat sich deren wieder, auchneapolitanische und spanische vom Herzoge Alfons von Fer-rara und vom Kaiser Rudolf, dessen Marstall damals sehrberühmt war. Er ließ sich Stuten aus Pommern, Rosse ausDänemark und Ungarn, große holländische Kühe zur Zuchtaus Danzig kommen, schickte dem Könige von DänemarkFriedrich II. auf dessen Bitten schabanisches Rindvieh, Büf-felochsen und Kühe, türkische und andere Schafe, die jährlichvier bis fünf Lämmer, aber später nur noch zwei bis dreibrachten, und gab genau an, wie sie im Freien und im Stallegehalten werden müssten. Er schickte dem Könige von Däne-mark einen Bauer, der diesem zeigen sollte, wie Bienenstöckein Bäumen gehalten werden müssten, wogegen er vom Kö-nige einen Mann erhielt, der Bienen zu fangen, in Stöckezu bringen und diese zu verfertigen verstand. Der Königschenkte ihm ferner schöne Falken, deren der Herzog eine ziem-