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Buch III. Viertes Hauptstück.
Hand im Nathe des Kurfürsten gewonnen '). Er wurde mitArnim nach Sachsen geschickt und erhielt die Zusicherung desAnfalls von Pommern für den Kurfürsten, und dieser nahm nun27-Aug. hm Frieden an ohngcachtct aller Gegenbemühungen Frank-looO rxjchs und Schwedens. Seinem Beispiele folgten fast alleübrige deutsche Fürsten. Der Herzog von Pommern verlangtevon den Schweden die Räumung Stettins ^). Mit Ver-achtung wies Sachsen den Antrag Oxenstjcrnas, den all-gemeinen Frieden ehrenvoll für Schweden zu vermitteln, zu-rück, indem es Räumung Deutschlands bis auf Stralsundverlangte, welches die Schweden als Pfand bis zur Entrich-tung einer ihnen zu zahlenden Geldsumme inne behalten soll-ten. Der Kaiser antwortete dem Oxenstjerna gar nicht, alsdieser sich zur Eröffnung von Friedensunterhandlungen bereiterklärte.
Nur das Genie dieses großen Mannes und die kriegerischenTalente Johann Baners, des würdigsten Zöglings König Gu-stavs, konnten Schweden in Deutschland retten. Die Erneuerungdes Bundes mit Frankreich, welches für die Niederlande zu-gleich an Spanien den Krieg erklärte, sicherte Geldunterstützungund hielt die Spanier ab, dem Kaiser Beistand zu leisten.Herzog Bernhard von Weimar hielt in Süddeutschland das2 . Sptbr. Feld. Der Abschluß eines sechs und zwanzigjährigen Waffen-1635 stillstands mit dem Könige Wladislaus von Polen gestattetemit Räumung der in Preuffen besetzten Festungen das Heerin Deutschland zu verstärken und so den Feinden balddie Spitze zu bieten. Diesen Waffenstillstand beförderte derKurfürst sehr, um dadurch Preuffen von schwedischen Be-satzungen zu reinigen und vor der Gefahr des Kriegs zusichern.
Während die Sachsen unter ihrem an Arnims Stellegetretenen Generale Baudissin gegen Bancr in die Marken cin-drangen, griff, von Schlesien aus vorrückend, der kaiserliche Ge-neral Marazini Pommern an, eroberte Garz und Stargard und
1) Cosmars Schwarzenberg S. 71. kulencturl a. a. O. 1>ib.VII. §. 79.
2) Sell Geschichte Pommerns. Bd. III. S. Z2Z.