Der dreissigjahrige Krieg.
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halten, daß ihm und seinem Heere der Zug bei Küsirin vor-bei frcistehe, seinen Feinden aber verwehrt werden würde'),als die Nachricht von der Eroberung Magdeburgs ankam ^).
Diese Stadt hatte Lilly nach seiner Rückkehr aus derMark wieder mit dreissigtausend, dann vierzigtausend Mann Märzbelagert und ihr lebhaft zugcsetzt. Eine Schanze nach der 1631andern wurde von den Kaiserlichen nach tapferm Wider-stande genommen; diese drangen immer naher heran. DieBesatzung schmolz nach und nach bis auf etwas über zwei-tausend Mann und fünftausend waffenfähige Bürger undHandwcrksburschcn. Biele Bürger waren lau, karg, verdros-sen, selbst widerwillig und mehrten so die Anstrengung undGefahr derer, welche es redlich meinten. Dennoch wehrtesich die Stadt unter des Schweden Falkenberg geschickter undthatigcr Leitung sehr gut, wies mehrere Anträge zur Übergabezurück und hoffte auf baldigen Ersatz durch Gustav Adolf.
Lilly bedrängte sie immer stärker, Mangel an Pulver schwächteihre Gegenwehr. Der Feind war nahe und zum Sturme bereit.
Der Magistrat wollte, nochmals aufgesodert von Lilly, dieÜbergabe verhandeln; doch hätte sich Magdeburg noch einigeTage halten können, wenn es sich nicht hätte durch einenAngriff überraschen lassen. Lilly war als vorsichtiger Feld-herr bei der Annäherung Gustavs der Meinung, die Bela-gerung auszuheben. Ihm widersprach der unermüdliche, toll-kühne Pappenhcim, der Ajax der Kaiserlichen, von diesenSchmarrhans genannt, weil sein Gesicht und Körper mit vie-len Wunden bedeckt waren, der Mann ohne Mitleid. Erwar bei der Eroberung Mastrichts gewesen und schlug vor,ebenso, nicht in der Nacht, wie man sonst pflegte, sondernam Hellen Tage, weil das am wenigsten vermuthet werdenwürde, Magdeburg zu erstürmen. Lilly gab nach; Alles wurdein der Stille vorbereitet, den Soldaten eine dreitägige Plün-derung des Ketzernests versprochen, welches Neichthümer be-säße die sieben Königreiche werth wären und wo sie Nichtszu verschonen brauchten.
1) Königs Berlin a. a. O. S. Z47. hat die Urkunde vom 22. Mai.
2) Rathmanns Geschichte von Magdeburg. Bd. IV. S. 247 ff.