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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Nächste Ursachen des 30jähr. Kriegs. 403

Es wurde befohlen sie zu entwaffnen, gegen sie nach der kai-6. Dec.serlichen peinlichen Halsgcrichtsordnung zu verfahren, und 1616wenn sie sich widersetzten, sie gefänglich cinzuziehn, und wennsie auch alle darüber zu tod geschmissen würden, wie das Pa-tent sagt.

Das war wohl leicht zu befehlen, allein schwer auszu-führen, weshalb Bauern und Bürger viel leiden mussten. Nunkamen die Religionsspaltungen dazu und raubten dem Kur-fürsten die Liebe seiner Untcrthancn. War denn nun durchAdel und Geistlichkeit das Anschn der Fürsten weniger ge-fährdet als im Mittelalter und wahrend der Herrschaft derkatholischen Hierarchie? Die Lage Brandenburgs, innerlichund äußerlich, war fast vcrzwciflungsvoll und man wusstenicht, daß sie es bald noch in weit höherem Grade werdensollte.

Viertes Hauptstück.

Der dreissigjahrige Krieg.

To ist denn nun in Deutschland durch eine Mengescheinbar von einander unabhängiger Ereignisse, welche über-all durch das Religionsinteresse einen gemeinschaftlichen Cha-rakter erhalten, Alles bereit zum Ausbruche eines allgemeinendeutschen, ja europäischen Kriegs. Die österreichischen Staa-ten sind in voller Gährung, die in ihren Rechten gekränktenProtestanten und Katholiken, die Fürsten und die Völker ste-hen gegen einander. Im Reiche hat die Union die Evange-lischen zum Theile vereinigt; an ihre Spitze ist, nach demTode ihres thätigcn Stifters, der schwache, unentschlossene undbeschränkte Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz getreten; diemeisten ihrer Mitglieder und die übrigen Protestanten sindtheils lässig thcils eifersüchtig auf den reformirten Pfälzer,Kursachsen ist ganz für den Kaiser. Der Union gegenüber hat

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