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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Nächste Ursachen des ZOjähr. Kriegs. 395

Lästern nicht mehr habe leiden wollen, wobei er anführtc, wieGedicke über ihn und seine Nathe gesprochen und geschrieben.Niemandem sei ein Haar gekrümmt worden, als wer zum Auf-ruhre gereizt. Den Pelargus würde er nicht darum abschaf-fen, weil derselbe zum Frieden geredet. Zu Anstellungenwerde er bei gleicher Fähigkeit Eingcborne vorziehen, könnesich jedoch nicht binden lassen auch Ausländer zu weltlichenWürden zu erheben. Wahrscheinlich bezog sich diese Foderungder Stande auf den katholischen Grafen Adam zu Schwarzen-berg P, welchen der Kurfürst als Geheimen Rath mit der un-gewöhnlich hohen Besoldung von vicrzehnhundert Lhalern undVersprechung anderweitiger Beförderung und Begnadigung inseine Dienste genommen hatte, ohne auf dessen Religion Rück-sicht zu nehmen, denn der Kurfürst machte den Ständen be-merklich, wenn er in Jülich sei, müsse er mehr mit Jülichernals mit Markern umgehen. Ohngeachtet aller Drohungen er-hielten die Stande Nichts als daß der Kurfürst die Foderungfallen ließ, jeder Kirchenpatron (also auch er) solle lutherischeoder reformirte Prediger berufen dürfen; er verpflichtete sichvielmehr urkundlich, die Lutheraner in ihren Rechten nicht stö-ren, ihren Glauben durch keinen Zwang beeinträchtigen, undauch, wo er das Patronatrecht habe, ihnen gegen ihren Wil-len keinen unannchmlichen Prediger aufvrängen, sondern de-ren Prüfung und Ordination und auch das Consistorium wiezu seines Vaters und Großvaters Zeiten bleiben lassen zu wol-len. Gleiche Rechte mit den Lutheranern sollten die Refor-mirten haben, da er die nicht verfolgen oder zurücksetzcn könne,die mit ihm gleiches Glaubens wären. So erhielt der Kurfürstvon den Ständen zweimalhundert und fünf und dreissigtau-send Lhalcr bewilligt, um seinen Verpflichtungen gegen dieUnion genügen und Jülich behaupten zu können.

Dcsungcachtct brach die herrschende Gährung in Berlinnoch während der Ständcvcrsammlung zu einem offenen Auf-

1) Cosmar Beiträge zur Untersuchung der gegen den Grafen Adamzu Schwarzenberg erhobenen Beschuldigungen. Berlin 1828. S. 23. Hierwerden eine Menge von früher unbekannten oder nicht richtig bekanntenGegenständen der Geschichte Brandenburgs sehr gründlich und unparteiischerörtert. Einer der wichtigsten Beiträge zur brandcnburgischen Geschichte.

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