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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Vom Religionskrieg bis zum 30jahr. Krieg. 333

henzollern sielen an seinen Neffen Georg Friedrich, der vonseinem Vater auch Jägerndors in Schlesien geerbt hatte.

In dem augsburger Religionsfrieden, der nun auf Grund- 21 . Sept.läge des passauer Vertrags abgeschlossen wurde, verspra-1555chen beide Religionsparteien einander nicht zu beeinträchtigen.

Die Protestanten sollten die vor dem passauer Vertrage cin-gezogenen geistlichen Güter, insofern sie nicht unmittelbarenReichsstanden gehört, behalten; Geistliche welche von der al-ten Religion abtraten, ihrer Pfründen verlustig gehn, wasman den geistlichen Vorbehalt nannte; dagegen sollte denweltlichen Fürsten das Recht zustehn, nur die Ausübung der-jenigen Religion, zu der sie sich bekannten, in ihren Landenzu gestatten, mit der Verpflichtung, jeden Unterthanen, wel-cher auswandern wolle, gehn zu lassen. In Landern derGeistlichen sollten die welche seit Jahren dem augsburgischenGlaubensbekenntnisse anhingen, dabei bleiben dürfen.

Dieser Friede war für die Katholiken in doppelter Artvorthcilhaft, weil er erstens nur diejenigen einschloß, welchedamals dem augsburgischen Glaubensbekenntnisse anhingen,und so der weitern Verbreitung der Reformation einen Dammentgegensetzte; ferner weil er durch den sogenannten geistlichenVorbehalt den Übergang der geistlichen Fürstenthümer zu welt-lichen hinderte; endlich indem er das herrschende Glaubens-bekenntnis! im Lande an das der Fürsten knüpfte, bei denencs doch möglich war, daß sie wieder zur alten Religion über-gingen, wie Albrecht VII., Herzog von Meklenburg, bereits(1541) gethan, obgleich dieses ohne Folgen war, da seineSöhne evangelisch blieben. Überhaupt hatten sich die Fürstenfast ausschliesslich der obersten Leitung der gesummten Reli-gionsangelegenheiten bemächtigt, was Luther gegen das Endeseines Lebens so bitter empfand und unzufrieden misbilligte.

Allerdings lebte in den Geistlichen damals noch der volle Ei-fer und die ganze Herrschsucht einer hierarchischen Körper-schaft, und gegen schwache Fürsten vermochten sie viel; dochkonnte dieses nur als Ausnahme gelten. Die weltliche Machtwar durch die Reformation im Ganzen entschieden über diegeistliche getreten.

Obgleich Joachim, solange er lebte, wohl der gemäßigtste