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Schlesien unter Ladislaus.
^ und die Stadt pressen und ängstigen würden, was nur durch' Einigkeit glücklich überwunden werden könne.
! Hierauf stützten sich die Breslauer, als sie dem Könige
Ladislaus die Huldigung in Prag verweigerten. Er schickteBevollmächtigte, dieselbe statt seiner in Breslau cinzunchmcn,l die Breslauer aber verlangten, der König svllc selbst in ihreStadt kommen. Der König empfand das übel und obgleicher sehr unklug seinen Abscheu vor den Hnssitcn nicht ver-hehlte, so beschloß er doch die Breslauer mit Waffengewaltzur Huldigung zu zwingen. Diese setzten sich in Verfassungzur Gegenwehr. Selbst als der Bischof sich fügte und inPrag huldigte, blieben die Breslauer, aufgercizt durch ihrePrediger, unerschütterlich. Jetzt gab der König, durch GeorgPodiebrad veranlasst, nach und kam nach Breslau, mit vielen 6. Dec.Fürsten, unter denen auch Markgraf Albrccht und dessen Bru-1454der Kurfürst Friedrich H. von Brandenburg waren; dieser mitseiner schönen Tochter, die er gern dem Könige vermählt hätte.
Nun huldigten die Breslauer, gaben dem Könige große Ge-schenke und entrichteten ihm ansehnliche Schatzungen, die erauf Podicbrads Rath ihnen auflcgte, sodnß ihnen ihr Eigen-wille theuer, auf fast vierzigtausend Ducaten, zu stehn kam,und doch erreichten sie ihren Zweck nicht, denn ihr König bliebin der Mitte der ihnen so verhassten Hussitcn. Podiebradverwendete das Geld zur Einlösung vieler verpfändeten Fe-sten, was den Breslauern nachher sehr schädlich war und ih-ren Haß besonders gegen diesen mächtigen Rath des Königswendete.
Ladislaus hätte mit einiger Erfahrung und Mäßigungrecht gut regieren und ein mächtiger Herr sein können. Kö-nig Kasimir von Polen hatte sich mit der Schwester desselbenvermählt, und ausser den Türken drohete ihnen keine Gefahr.
Allein, ohne Selbständigkeit, siel er aus der Hand eines Günst-! lings in die eines andern. Den einen Sohn des edlen Jo-hann von Hunjad, des tapfern Statthalters und Vertheidi-gers von Ungarn, der eben noch mit Capistran Belgrad ge-1456rettet, den Sultan Muhamed geschlagen und bald darauf sei-nen Tod gefunden hatte, lockte er verstellt nach Ofen undließ ihn ermorden; den jungen Mathias, den nachherigen