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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Der Orden in Preussen 1411 1466. 213

sogleich zerstörte. Schon vor Ablauf des Monats erschienendie Danzigcr vor Marienburg, welches allein mit Stuhmund Könitz dein Orden und dessen Anhänge Zuflucht gab.

Biele Ritter flüchteten nach Deutschland. Vergeblich bot derverzweifelnde Meister Bestätigung des Bundes und Abstellungaller Beschwerden. Der Bund suchte sich, ohne auf den er-sten glücklichen Anfang zu sehr zu vertrauen, auch für dieZukunft zu sichern. Bereits vor dem offenen Ausbruche desKriegs, ja noch che des Kaisers Spruch die Spaltung un-heilbar machte, hatten die Häupter des Bundes, vorzüglichdie Eidechsen-Ritter unter Hans von Bassen und dessen Brü-dern vorausgeschn, was geschehen würde, waren in Unter-handlungen mit dem Könige Kasimir IV. von -Polen getre-ten und hatten ihm zu Krakau die Herrschaft des Landes an-gctragcn. Kasimir IV. wollte weder den ewigen Frieden bre-chen noch sich in so weit aussehende Unternehmungen einlassen,doch sicherte er (im October 1453) dem Bunde seinen Schutzzu. Als dieser jetzt öffentlich den entscheidenden Schritt thunsollte, so waren nach verschiedenem Interesse mehrere Han-delsstande für den König von Dänemark, der Adel für La-dislav von Böhmen und Ungarn, die Meisten aber im Landefür Kasimir. An diesen wurde endlich einstimmig eine Ge-Februarsandtschaft nach Krakau geschickt, daß er des Landes Herr^^sein möge. Mehrere Tage schwankte der König. Die Be-redtsamkeit des Hans von Bassen bot Alles auf, ihn zu be-wegen. Er stellte vor, der König nehme kein fremdes Ei-genthum, denn großentheils sei das Land dem Reiche Polenmit Gewalt entfremdet worden; jetzt habe nicht der König,sondern der Bund dasselbe mit Gewalt dem Orden entrissenund biete es dem Könige an, wolle auch lieber sterben fürseine Freiheit als täglich schändlichen Tod vor sich sehn undtyrannische Gewalt leiden. Als Baisen Alles das vergeblichvorgestellt hatte, setzte er endlich entschlossen hinzu, seit vier-zehn Jahren sei Alles überlegt, nun müsse es ausgeführt wer-den, es gehe darüber, wie Gott wolle. Die Zeit dränge;weigere sich der König das Land anzunehmcn, so müsse mananderswo Rath suchen, wo man mit beiden Händen zugrei-fen werde. Dies wirkte, der König willigte ein und ertheilte