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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Buch II. Achtes Huuptstück.

hen und jetzt sehr beeinträchtigten Freiheiten. Schon damalstraten dessen Bewohner zusammen, und der Hochmeister hatteden Bürgermeister von Kulm (1435) in den Thurm werfenJanuar lassen. Noch versuchte er Abhülfe, berief seine Gebictigcr1440 zum Capitel nach Marienburg, um über die Foderungen derStädte zu bcrathen. Wenige waren für Nachgiebigkeit, diemeisten riefen: gegen Gewalt gehöre Gewalt; es kam vonWorten zu Streit, zum Schelten, Schwerdter wurden gezücktin der Versammlung der Brüder; der Hochmeister, seines Le-bens in seiner Hauptburg nicht mehr sicher, warf sich in ei-nen Schlitten und flüchtete nach Danzig. Heimlich in derNacht kam er an, und als am Morgen die mistrauischen Bür-ger nicht zu ihm kamen, so bat er sic in der Kirche des hei-ligen Geistes, wo sie ihn gcwaffnct umgaben, um Schutz undHülfe. Die von ihrer Höhe gestürzte Macht ließ allen Haßschweigen. Die Danziger sagten ihm Beistand zu, und erversprach einen Tag in Elbing zu halten.

Sehr thätig waren hier die alten Mitglieder des Eidech-senbundcs, der jetzt wieder aus dem Dunkel hervortrat. DerAdel schloß sich an die Städte. In großer Anzahl vcrsam-Fcbruar meltcn sich die Stande zu Elbing; hier sicher durch ihre1440 Menge und gereizt Einer durch den Andern, Alle durch denOrden, erhoben sie laute Klagen über alten und neuen Druck,Willkür, Bestechung, Schwelgerei und Wollust der Ritter,über neue Zölle und das Handcltreiben der Ordensbrüder.Hans von Zicgenberg vom Eidechsenbunde, trat an derSpitze der Abgeordneten vor den Hochmeister hin und sprach:„Land und Städte haben sich in einen Bund begeben,auf daß Jeder seines Lebens und Guts sicher sei und beimRechte bleiben möge." Der Hochmeister crwiedcrte: „ ichwill thun, was in meiner Macht steht." „Herr", antwor-teten die Abgeordneten, „Ihr sollt die Macht haben, undwo sie Euch gebräche, da wollen wir die Macht Euchgeben."

13 . März Zu Marienwerder besiegelten Land und Städte ihren1440 Bund. Sie gelobten zu thun, was Jeder seinem Herrnschuldig sei, wogegen dieser ihnen ihre Freiheiten und Rechteungekränkt lassen, alte Beschwerden abthun, keine neuen be-