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Buch II- Drittes Hauptstück.
dem Throne den Polen alles Übel vergelten, das Zwist und !Schlechtigkeit vieler seiner Vorfahren angcrichtct hatten. Ms ^
1370 er nun gestorben war, nahmen die Polen, wie Kasimirbestimmt hatte, seinen Schwcstcrsohn Ludwig von Ungarn !
als König an. Dieser behandelte das Land, wo er ungern ,
war, wie ein Stiefvater. Seine Mutter, die alte Königin >
Elisabeth, die Schwester Kasimirs, regierte es, umgeben von !
Schmeichlern und Günstlingen. Nun verfiel die Ncchtsvcr-waltung, Gewalt nahm ihren Platz ein. Die Palatine, Haupt- !
lcute und Burggrafen erpressten soviel sie konnten. Raub !
und Mord störten den Handel, Prälaten der Kirche wurden ^
in ihren Hausern überfallen, und das Vieh von den Güternder Kirche und der Bauern weggctricbcn. So wurde dieungarische Herrschaft verhasst, weil sie schlecht war, und diePolen begriffen recht gut, daß cs in jeder Rücksicht besser fürsic sein würde einen eigenen König zu haben.
1382 Ms daher König Ludwig starb, gelang es zwar sei-nem Schwiegersöhne, dem Markgrafen Sigismund von Bran-denburg, sich für seine Gemahlin Maria mit Waffengewaltder ungarischen Krone zu bemächtigen, allein die Polen wei-gerten sich ihn anzuerkenncn, wenn er nicht verspräche im !
Lande zu wohnen. Das schlug Sigismund ab. Polen wurdevon den Herzogen von Masovien und von Sagan und vonden Litthaucrn angcfallen und gerieth in große Verwirrung,bis endlich die Königin Elisabeth von Ungarn, die WittweLudwigs, die Polen auf deren Verlangen vom Eide gegenihre ältere Tochter, Sigismunds Gemahlin, entband und diejüngere Tochter, Hedwig, nach Krakau schickte, welche daselbst1384 gekrönt wurde. Seit dieser Zeit nahm der polnische Adeldas Wahlrecht seiner Könige in Anspruch, wobei er doch inder Regel die nächsten Erben derselben berücksichtigte. Soverlor Sigismund Polen. Wir verlassen ihn und seineSchicksale auf einige Zeit, um die Ereignisse zu verfolgen,durch welche die Geschichte des Ordens bestimmt wurde.
Die schönste Zeit für die Macht des Ordens im Innern,für dessen Anschn im Auslande und das Glück der ihm un-terworfenen Länder crblühete unstreitig, seitdem der Hochmei-ster Sigfricd von Fcuchtwangcn den Sitz des Hochmeister-