Das Haus Luxemburg.
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satz der Pfandschaftcn und Geldsummen, welche er für dieMark bisher verwendet hatte oder noch verwenden würde,versprach Alles was sammtliche benachbarte Fürsten von derMark getrennt, wieder an dieselbe zu bringen und schloß eindreijähriges Friedens - und Verthcidigungs-Bündniß mit allender Mark benachbarten Fürsten. So rettete Karl die Mar-ken vor einer völligen Zerstückelung, der sie kaum würden ent-gangen sein, wenn das Haus Baiern sich hatte behauptenwollen. Die wenigen Jahre, wahrend deren er für seineSöhne die Marken regierte, waren segensreich für ihre un-glücklichen Bewohner. Durch die vielen Kriege, welche dasbaierische Haus mit seinen Nachbarn zu führen hatte, warnicht nur das Land in tiefe Schulden gerathen, Vieles ver-pfändet und verkauft, sondern dazu noch verwüstet worden.Während die Städte durch Hemmung ihres Handels litten,erhob sich bei der Schwäche der Fürsten der kriegslustige Adel,dessen die Landesherren bedurften, den sie schonen mussten.Die Ritter in den Marken begannen, was sie seit hundertJahren von ihren Standes-Genossen in Deutschland gesehnhatten, sie ritten ans auf den Stegreif, überfielen und be-raubten die mit Maaren beladenen Wagen der Kaufleute undmachten alle Wege unsicher. Dieses hatte schon früher dieFürsten genöthigt mit ihren Nachbaren Landfriedensvcrträgeabzuschliesscn, die Städter singen auch an sich zu regen undin Bündnisse zum gemeinsamen Schutze ihres Handels, derQuelle ihrer Reichthümer, zu treten. Der öffentlichen Ord-nung drohete Auflösung, dein Lande innerer Parteikrieg, unddoch war dies nur ein schwaches Vorspiel dessen, was derAdel später unternahm.
Mit Karls Erscheinen kehrte Friede und Ruhe in dieMark zurück. Welcher Edelmann hätte es gewagt dem Kai-ser zu trotzen, der mit so großer Sorgfalt für das Wohl sei-ner Unterthanen wachte? Karl kannte den Adel, und wie inBöhmen begünstigte er das Aufblühn der Städte in Schle-sien und in den Marken ungemein; denn in der That, schonseiner Gcmüthsart nach war er mehr den betriebsamen, flechsi-gen Bürgern geneigt, Bäumen, welche Früchte tragen, alsdem hoch-aufstrebenden Adel, wilden Stämmen, der Zierde