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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Das Haus Luxemburg.

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auf die ungerechteste Weise beraubt, dann kurz vor seinem TodeAlles reichlich ersetzt und so noch den Beinamen des Mildenerwirbt. Über das durch seinen Tod erledigte Land befehdeneinander Heinrichs, von Licgnitz und Heinrich von Glogau.Heinrich V. behauptet sich, und als er auf dem Todtenbetteliegt, presst ihm sein Bruder Boleslaus von Schweidnitz einSchloß ab, erobert dann, als Vormund seiner drei Neffen,diesen gehörige Landstückc und behalt die Hälfte derselben fürsich. Diese drei Brüder, als sie mündig geworden, verfolgenEiner den Andern auf das heftigste. Die Kriege unter denVerwandten reisten nicht ab. Der Sohn ist gegen den Vater,der Bruder gegen den Bruder, der Oheim gegen die Neffen,diese gegen ihn. Einer verräth den Andern und verlässt ihnin der Noth; mcuchelmörderische Nachstellungen, gewaltsame,hinterlistige Überfälle, harte Gefangenschaft, um Abtretung ei-niger Städte und Schlösser zu erpressen, weder Treue nochGlauben, die heiligsten Bande sind gelöst. Es ist eine fastununterbrochene Reihe von Schandthaten bis zu jenem Jo-hann dem Grausamen von Sagan, der seinen Bruder (1472), 1472dann die Rathmänncr von Glogau im Thurme verhungernlasst (1488), zu jenem Friedrich III. von Liegnitz, der so un-1488sinnig wirthschaftetc, daß er abgcsctzt und bis an seinen Tod 1570gefangen gehalten werden muß, der seinen Sohn Heinrich XI.verflucht und voraussagt, es werde ihm ebenso gehen, undcs wird erfüllt. Dieser Heinrich, der wie ein Landstreicher durchDeutschland zieht, endete sein Leben im Gefängnisse seinesBruders (1588), wie der Vater in dem des Sohnes. Nur wc-1588nige Lichtblicke, welche den Menschenfreund bei der Geschichtedieser Fürsten erheitern und ihn hindern zu sagen, es ist dieFamilie der Atriden, der Fluch des Herrn ruht schwer aufihrem Hause.

Wer kann sich da wundern, daß ein solches Land dieBeute seiner Nachbarn wird. Schlesien musste sich noch glück-lich schätzen, wenn das unter erträglichen Formen geschah. Zu-erst übergab Kasimir II. von Beuthen und Koscl, um Schutzgegen seine Bluts-Verwandten, die polnischen Herzoge, zufinden, mit Zustimmung seiner Söhne und der Barone desLandes, sein Herzogthum dem Könige Wenzel IV. von Böhmen 1282Stcnzcl Gesch. d. Preussisch. Staats. I. 8