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Übersicht der inneren Verhältnisse.
Sieg behauptet. Indem wir die Gewalt der Lanbesherrschaf-ten betrachten, sehen wir daher in Preussen und Brandenburgdurchweg deutsche Formen vorherrschen, in Nieder-Schlesienund Vor-Pommern ist Vermischung derselben mit dem Sla-vischen, und in Hinter-Pommern, Ober-Schlesien und Po-len, ausser den Städten, säst Alles slavisch geblieben. Durchdie Freiheit der deutschen Landesbewohncr, durch die Lehns-formen im Güterbcsitze des deutschen Adels, unter welchen auchder slavische Adel und in Preussen die Wittinge ausgenom-men wurden, dann durch die Vorrechte der Städte wurde dieRegierungsgcwalt der Markgrafen von Brandenburg und desOrdens in Preussen beschränkt, fast ganz nach deutscher Art,welche keine willkürliche Herrschaft ertrug, obwohl die landes-herrliche Gewalt der Fürsten in diesen über die Slaven ge-wonnenen Landern gleich anfangs größer war als im eigent-lichen Deutschlande. Das Ansehn der einheimischen slavischenFürsten, welches mit der Annahme des Christenthums, durchVernichtung der heidnischen Priestergewalt fast bis zur Unbe-schrankthcit gestiegen war, sank nach und nach. Die christlicheKirche, nachdem sie eine feste Grundlage durch die Gewöh-nung des Volks und durch große Reichthümcr gewonnen hatte,wusste ihren Einfluß geltend zu machen, wenngleich dieser hiernie so hoch stieg als in den übrigen christlichen Landern; aus-serdem waren in Pommern und Schlesien durch Einführungdeutscher Lehnsfvrmcn und städtischer Verfassungen zwischenden Landesherren und den deutschen Einwanderern neue Ver-hältnisse eingerichtet worden, die sich auf gegenseitige Rechtegründeten; endlich wurden die Fürsten durch viele Länderthei-lungen und daraus entstehende innere Kriege geschwächt, zuwelchen sie der Unterstützung ihrer Barone bedurften, die durchBegünstigungen gewonnen werden mussten und oft schon dieStreitigkeiten der Fürsten untereinander vermittelten. So hobsich natürlich die Macht des Adels. Selbst die der äusserenForm nach unbeschränkten slavischen Herzoge in Polen, Schle-sien und Pommern suchten daher dem, was sie urkundlich be-stimmten, eine größere Festigkeit und längere Dauer zu gebendurch die Zustimmung ihrer Barone, ohne daß sie dazu förm-lich verbunden gewesen waren.
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