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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Buch I. Siebentes Hauptstück.

1303 Markgrafen Diczmann die Nieder-Lausitz und das Land zwi-schen der Elster und Elbe.

Nach dem Absterbcn fast aller der zahlreichen Zweige desfrüher so blühenden anhaltischcn Stammes blieben nur Wal-demar und dessen Vetter Heinrich der Jüngere übrig, welcherLandsberg und SangerhaUsen erhielt, während Waldemar derMark in ihrer nun schon so großen Ausdehnung bald alleinVorstand. So wurde er der mächtigste aller Markgrafen ausdem Hause Anhalt, und auch noch bei Lebzeiten mehrerer sei-ner Vettern war er die Seele der Familie, auf den Alles sahund ddn die Zeitgenossen bewunderten. Seine ausgezeichnetenEigenschaften erhoben ihn so hoch. Er war ein kühner undunternehmender Krieger. Im Durste nach Thaten warf er sichaus einer Fehde in die andere, und die Fürsten von Mcklcn-burg, die Herzoge von Pommern, von Polen, die Markgra-fen von Meissen und die Landgrafen von Thüringen fühltendie Schwere seines Arms. Herzog Mestwin von Pommern-Danzig erkannte ihn als Lehnsherrn. Als nach dein Ausster-

1295 ben der Herzoge von Pommern-Danzig Herzog Przcmislaussich dieses Landes bemächtigt und den königlichen Titel ange-nommen hatte, liessen ihn die Markgrafen von Brandenburg,

1296 als er sich unbesorgt in Rogosno aufhielt, überfallen. Erwehrte sich und fand seinen Tod. Herzog Wladislaus Loktickvon Masovicn, die Herzoge von Pommern und die Markgra-fen von Brandenburg stritten um das Land Pomcrellcn. Alsbald darauf der polnische Statthalter Swenza mit seinen Brü-dern sich empörte, wendete er sich an den Markgrafen Wal-demar, der die alteren Rechte seines Hauses nun hier geltendzu machen suchte. Die uneinigen Polen riefen den König vonBöhmen, Wenzel, zum Könige aus; Wladislaus Loktiek mussteflüchten. Als Waldemar nach vielen Kämpfen sah, er werdesich hier auch wegen der Eifersucht des benachbarten deutschen

1309 Ordens nicht behaupten können, so verkaufte er demselbenDanzig, Dirschau und Schwetz für zehntausend Mark Silbers,und erwarb Lauenburg, Bütow, Schlave, Stolpe und-gcmvalde, sowie den Strich zwischen der Küddow, Netze undDrage. Nach mehrmals erneuerter Fehde gegen Friedrich denGebissenen von Meissen behauptete Waldemar alles Land auf