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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
Entstehung
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Buch I- Sechstes Hauptstück.

Sohns, welcher von den Hufen der Rosse zertreten und kaumkenntlich war. In der von dem Gebliebenen gestifteten Ja-kobs - Kirche in Breslau, welche seine Gemahlin Anna voll-endete ruhet er, und ein Denkmal von Stein erinnert anden tapfcrn und frommen Herzog, der in der Mongolcnschlachtbei Wahlstadt siel.

Seine Mutter Hedwig war die Tochter Bcrtholds V.von Meran in Tyrol, Herzogs in Dalmatien. Eine wackereFrau, gottesfürchtig und dcmüthig, übte sie tausend Werke derFrömmigkeit ihrer Zeit mit strengen Bußübungcn und Entsa-gung weltlicher Genüsse, linderte Leiden der Kranken und Gefan-genen, gab reiche Almosen den Armen, milderte ihres GemahlsHeinrichs I. des Bärtigen rauhe Scharfe, rettete ihn durchihre klugen Vorstellungen aus der Gefangenschaft Konrads vonMasovicn und söhnte beide Fürsten aus. Mit großer Stand-haftigkeit aufrecht erhalten durch den frommen Glauben, er-trug die hohe Frau die harten Schlage des Schicksals, welchesie in ihrem Hause trafen, doch erlag ihr Körper diesem letz-ten Unglück bald. Sie starb (1243) und wurde in dem vonihrem Genialste auf ihre Veranlassung gestifteten Kloster Creb-nitz bestattet. Die katholische Welt verehrt sie (seit 1267)als die einzige Heilige, welche aus den Fürstenhäusern unse-rer Länder stammt.

Nach der kurzen Unterbrechung, welche der Schrecken vorden Mongolen erregt hatte, setzte der deutsche Orden, unter-stützt von wiederholten Krcuzzügcn, seine Unternehmungen ge-gen die Preussen fort. Es wurde diesen sehr schwer, sich andie freilich drückende Herrschaft der Fremden zu gewöhnen.Erneuerte Empörungen, unterstützt vom Herzoge Schwanto-pelk von Pommern, führten zu wiederholten Verheerungen undzu immer zahlreicherer Einwanderung deutscher Anbaucr. Dercmporstrebenden Geistlichkeit, die gern neben dem Orden ihreHerrschaft behauptet hätte, wusste dieser geschickt zu begegnenund ließ sie nie aufkommen. Nach dem Lode Bischof Chri-stians wurde Preussen in drei Bisthümcr Kulm, Pomesanicnund Ermland gctheilt.

Da es nun nicht möglich war, die Preussen ganz zu un-terdrücken, zugleich viele Klagen gegen den Orden den Papst