will, die Bedingungen deö Traktats von Fontainebleau von derje-nigen Macht, welche sie zu erfüllen versprochen hätte, nicht gehaltenworden sind. Wahrscheinlich stellte man dergleichen Betrachtungenan, ehe man sich zu der Genehmigung der vorgeschlagenen Erklä-rung entschloß. Sie verursachte eine lebhafte Diskussion, als Be-weis, daß die Zustimmung nicht allgemein war. Man gedachte desManifestes, das der Herzog von Braunschwcig erließ, der durchausden Sieg erringen mußte, wenn er nickt ausgelacht seyn wollte.Man erinnerte sich, daß Frankreich über mehr als eine Koalitionlriumphirr hatte und das Andenken an die Siege Napoleons, dieUeberzcugung, daß nicht der Verlust einer Schlacht Ihn um denThron gebracht habe, daß er nicht sowohl überwunden, als verlas-sen und verratheo worden sei, war noch allzuoeu. Es schien daherwohl ralhsam, die verschiedenen Möglichkeiten zu berechnen und inalle diese Betrachtungen tiefer einzugehen. Eben dies stand dervertrauensvollen Annahme der vorgeschlagenen Erklärung Im Wege.Allein Frankreich hatte nur siegen können, so lange cs einig ge-blieben war. Seit einem Jahre schon war diese Einigkeit gewichenund der dort herrschende Zwiespalt brachte dem Feinde größerenDortheil, als ein ganzes Heer. Aus diesen Gründen wurde dieDeklaration genehmigt, damit war aber die größte Schwierigkeitnoch nicht gehoben, sie mußte von den bevollmächtigten Ministernunterzeichnet werden. Der Verfasser derselben, der dabei ganz beson-ders interessirt war, übernahm es, dir Unterschriften zu sammelnund übertrug die deSsallsige Besorgung einer der Personen vonder Gesandtschaft. ES erforderte große Thätigkeit und so manchenWeg nach den verschiedenen Wohnungen, da die Mitglieder desKongresses nicht mehr zusammen kamen. Keiner ließ länger aufseine Unterschrift warten, als der Fürst Metternich. Man mußtemehrmals umsonst b!S um 2 Uhr in der Nacht vor seinem PalaisSchildwacht stehen. Bald hacken Se. Excellen; nicht Zeit, baldwaren sie zu sehr ermüdet. Endlich Unterzeichneten dieselben, da-mit der Streit ein Ende haben möchte. Was aber ganz besondersmerkwürdig scheint, ist, daß der Verfasser des Aktenstücks seine eigneUnterschrift beizusetzen vergessen hatte und sie erst späterhin nach-bringen mußte-
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Die Unterschriften waren demnach folgende:
Sester re ich. Der Fürst von Metternich. ---- Freiherr vonWessenberg.
Spanien. — Der Fürst Gomoy Labrador.
Frankreich. — Der Fürst von Talleyrand. — Der Henog vonAlebey. — Lacour-du-Pin. — Der Gras Alexis von Noailles.