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Nachtr., 2 (1825)
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denselben zwingt, ihm eine bedeutende Kontribution wegen gewisserRechte zu bezahle», die er a» die Vorstädte seiner Hauptstadt zuhaben behauptete und wozu die verlornen Urkunden sich in derHerrschaft des Stärker» wiedergefundcn hatten. Der Kaiser war ^

in dem nämlichen Jahre (den 20. Oktober 1740) gestorben und ^

harte zuvor sein ungeheures Erbe durch die ersten Mächte Europasgarantiren lassen. Allen gelüstete jedoch darnach, denn es gehörteeiner jungen unerfahrnen Frau, von der niemand ahnete, daß sieeine Heldin werden würde. Der Vater Friedrichs hatte die Gara»>tieakte unterzeichnet; dieS hinderte den Sohn aber keineswegs, denübrigen garantirenden Fürsten das Signal und daö Beispiel einesSpoliationskrieges zu geben. Plan und Ausführung hielten gleichenSchritt; er publicirt ein Manifest, in welchem er Schlesien ver-langt und besetzt dabet diese Provinz durch seine Truppen. In

diesem Manifeste sagt er mit ziemlicher Freimüthigkeit, er macheGebrauch von dem Rechte des Stärkern und bemerkt, anstatt irgendeinen gegründeten Anspruch auf das Land, dessen er sich bemächtigt,geltend zu machen, er habe ein Heer, dem beim Nichtschun dieZeit lang werde, Gelder, die schon lange ungenutzt im Kasten lägenund einige Lust sich Ruhm zu erwerben. Die erstaunten Oesterrei-eher sammlen stch in größter Eile; Friedrich findet sie zu Molwitz,(den io. April 1741) nöthigt sie zu einer Schlacht und gewinntdieselbe. Wir wollen hier eiben Augenblick innehalten, um diesenkriegerischen König etwas näher ins Auge zu fassen, dem man mi-litauische Talente nicht absprcchen kann. Er war der Angreifendeund mußte sonach mehr kühn als furchtsam seyn. Seine Kavaleriewurde aber anfangs geworfen und da verschwand er denn, währendnun seine Infanterie den Sieg davon trug. Nur auf dringendesZureden des Generals Schwerin, der ihm Muth machte, kam erwieder zum Vorschein. Seitdem ließ er es nie wieder an Muthfehlen. 2m folgenden Jahre (1742) besiegte er den Prinzen vonLothringen bei Craslau. Die Preußen hatten sich bisher noch nieallein geschlagen und diese zwei Siege setzten die auf Oesterreicheifersüchtigen Fürsten in solches Erstaunen, daß sie alle einig wur-den, diese Macht zu vernichten und deshalb sich mit FriedrichMitten. Marie Therese erschrak über die ihr drohende Ge-fahr. Unvermögend Widerstand zu leisten und indem sie die Absich-ten Friedrichs durchschaute, versucht sie ihn, durch die AbtretungSchlesiens zu entwaffnen. Dieser sieht ein, daß das, was ihm imVoraus geboten wird, mehr ist, als was er von dem vortheilhafte-sten Ausgange des Krieges erwarten kann, nimmt daher das Aner-bieten an, verläßt seine Mitten, fragt nichts nach den mit ihnen