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Nachtr., 2 (1825)
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aber ikr« beleidigende Antwort gelesen hotte, gab ich noch »litten inder Nacht Befehl, in ganz Frankreich alle Engländer zn arrettrcn undsie, um Repressalien wegen der uns so »»gerechter Weise genommene»Schiffe zu gebrauchen, als Gefangene fcstzuhalten. Bd. io. S. iy.

Das Geschrei, das diese Maßregel verursachte, ist mir noch sehrerinnerlich. Napoleon machte sich nachher Vorwürfe, daß er dasSystem der Repressalien nicht aufs Aeußcrste getrieben harte. DieEngländer erfanden die Pontons, wo sic unsere Gefangenen über-einander schichteten, um sie eines langsamen, schmerzenvollen Todessterben zu lassen. Hatte Napoleon es den brittischen Ministernnachgemachc, so waren viele reiche, an alle Genüsse des Lupus ge«wohnte Engländer der Luft, der Bewegung und der gesunden Le-bensmittel beraubt worden, anstatt daß sie eine Stadt zum Gefäng-nisse hatten. Wahrscheinlich würden hierauf Reklamationen erfolgeseyn und dann bei stattfindcnder Gleichstellung der Gefangenen, diefranzösischen gewonnen haben.

Man hat behaupten wollen, daß Napoleon, wenn er Repressa-lien gebrauchen wollte, nur das Recht gehabt habe, englische Schiffewegzunehmen. Allein das Ist lächerlich. Das System des Ge-brauchs der Repressalien gründet sich auf den Grundsatz: vergiltBöses mit Bösem. Die Engländer auf ihren Schiffen und auf denfranzösischen, die sic im völligen Frieden genommen hatten, lachtenuns aus und sagten: Da kommt her und nehmt sie uns ab.Wollte man nur auf diese buchstäbliche Are Repressalien ausüben,so würde man sich ganz außer Dortheil setzen, mit ungleichen Waf-fen kämpfen und bald geschlagen seyn. Wenn die von den Eng-ländern ausgeübten Gesetze als eine richtige Theorie anerkannt undzu einer Doktrin erhoben werden sollten, so bliebe der Friede nurein Mittel, desto mehr Schaden zuzufügen und man würde nur ineiner sehr trügerischen Sicherheit leben, indem ein 2eder bei derUngewißheit, ob nicht eine Kriegserklärung unterwegs wäre, immer-während Wegnahmen und Confiskationen zu fürchten hätte, die nachdir englischen Taktik derselben vorangehen.

Merkwürdig ist es übrigens, daß die mächtigste der europäischenNationen ein Heer besitzt, das allen andern nackstehc und folglichdas schwächste derselben ist. Hier ist eine über diesen Gegenstandvon Napoleon diktiere Note. „Die militairischen Anstalten derEngländer sind schlecht, denn erstens rekrutiren sie ihre Armee nurmit Hülfe des Geldes, wenn sie nicht, was häufig geschieht, ihreGefängnisse ausräumen, um ihre Regimenter vollzählig zu machen;zweitens ist ihre Disciplin grausam; drittens Ist die Beschaffenheitihrer Soldaten von der Art, daß sie nur höchstens mittelmäßige