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§. 69.
Die Marschälle von Sachsen und * *
2. September 1816.
Warum also heucheln, warum es nicht gerade heraussagen? DaS Wahredabei ist, daß die obcrn Generale im Allgemeinen nicht mehr initwoll-tcn, daß ich sie zu sehr mit Ansehen, Ehre und Reichthümern gestopfthatte. Sie verlangten nun Ruhe und hätten sie um jeden Prciß er-kauft. Bd. 8- S. 81.
Napoleon hätte gleich anfangs fühlen sollen, daß er sie nichtstopfen dürfe, um mich seines Ausdrucks zu bedienen. 3n feinerLage waren die Belohnungen ein sehr bedenklicher Artikel. Erdurfte für erwiesene Dienste keine andern bewilligen, als solche, welchedas Verlangen erweckten, fernere Dienste zu leisten, mußte den Ge-nuß mit der Thätigkeit, die Pflicht mit dem Vortheile im Einklängezu erhalten trachten. Es wäre wahrer Spott, eine Belohnung nur !
unter der Bedingung zu gewähren, daß man keinen Genuß davon ^
haben dürfe. Die Menschen aber mit Reichthümern zu überhäufen >
und dann diejenigen, welche sie besitzen, immerwährend auf das j
Schlachtfeld zu führen, war doch eigentlich nichts anders.
Einige von denen, welche Napoleon auf solche Weise vorgezo- §
gen hatte und die sich nun auf dem höchsten Gipfel der Hierarchie i
befanden, waren unzugänglich und glaubten, daß sie über das Ge- >
setz erhaben wären. Einer von ihnen, der mit Recht wegen seiner >
Bravour berühmt worden ist, vergaß sich einst aus gar sonderbare -
Weise. Sein Packwagen wurde bei der Barriere angehalten. Der ^
Führer hatte keinen Schlüssel dazu und wartete, bis sein Herr ihm >
folgen würde. Sobald nun der Maischall kam, ließ er den obern !
Zollbedienten an seine Wagenlhüre kommen und begann, ehe dieser '
ein Wort sprechen konnte, gleich damit, ihm einen solchen Schlag !
mit der Faust ins Gesicht zu geben, daß demselben das Blut ausMund und Nase lief, dann ließ er ihn absetzen. Dieser Zug, der !
damals Aufsehen machte, erinnere an das Benehmen des Marschallö I
von Sachen bei einer ähnlichen Gelegenheit. Er kommt nach !
Frankreich zurück und läßt an der Grenze seine Wagen halten, um ^
den Gesetzen Genüge zu leisten. Der erste Zollbeamte läuft hinzu, §
den Hut in der Hand und sagt zu dem Marschall: Herr Mar-schall, lassen Sie nur immer 2hre Wagen weiter fahren, von Lor-beeren wird nichts abgegeben. Der Vergleich zwischen beiden Vor-fällen möchte für den neuen General eben nicht vortheilhaft seyn.
3st dies wohl auch eben so mir der Höflichkeit an den Barrieren?