Druckschrift 
8 (1844)
Entstehung
Seite
161
Einzelbild herunterladen
 

161

wtffen, wo fte hinwollen. ©praßen tnug man lernen; tuetläugttet bad? Slber wie man Me engltfcße, franjoftfcße oberitalienifche entweber burch ft' felbff ober »on einem ©pracßsmetffer lernt, fo, nnb nicht anberd, lerne man auch bie »lateinifche nnb bie griecMfche. Sie erfreu uttb nächfffolgen=ben ©cßoltaffen waren, ttnb mußten ganj attbre Seute feptt,aB bie iehtgen. ©te begaben fich auf ein neued großed $elbooller ©cßwierigFetten. ©te faßen fcßarf, einige nämlich,»ergltcßen, entwiclelten eben fo, uttb Fonnten nur erffc fpätein reifet Urtßeil fällen. Sie jefstgen ©choliafben, bie jenennun bad hitttbertetnal nachfprecßen, ftnb weiter nictjtö, aldlateinifcße ober griechifcße ©pracßmeiffer. 2 Ber «erachtet ft'ebeßwegett, weit fte nur bad ftnb? 2 lber follen fte benn beß=wegen, weil fte nur bad ftnb, auch fortfahren, eine gunftStt feptt? Uttb bettuoch würbe bie unüberwtnblicbe beittfcße©ebulb fte noch betbehalten, wenn fte ben Fortgang berSBtffenfchaften, burch SSerwattblung ber tffebenbtnge in ^»aupt=facßen, bed «OTittelö in ben gwecf, nicht Ijinberten; nicht,wett man 2lnmerFungen über bie Sitten gar füglich lateinifcßfcßreibt, noch immer bei ihrem SBaßne blieben, baß mattüberhaupt am heften tßäte, in btefer ©pracße ju fcßreiben;ttnb, welcßed »ollenbd 2 llled übertrifft, wad nur ungebachtttnb lächerlich iffc, baß man in Feiner neuern, fottbern eittjtgttnb allein in ber römifchett Sprache (thun fteö etwa, uttbfantt ntand jeßo noch?) fcßött fcßretben Föttnte; wenn fteund enbltch, vornehmlich burch btefe ^Behauptung, nicht ge=rabeju »erführen wollten, Jj>och»erräther an uttferm 93ater=lanbe, an und felbft ttnb an ttttfertt SftachFommen 31 t werben,nnb stt glauben, bie wahre, innre, tief eingeprägte .Straftttnb Schönheit bed beutfeßen ©eiffed Fönne burch unfre ©pracßenießt audgebrücFt werben. Sfftcßtd ©eringerd liegt in ihrer

Stopltotf, teutfepe ©etcIjttcOTcpiiWif. 11