Druckschrift 
5 (1844)
Entstehung
Seite
226
Einzelbild herunterladen
 

226

Dem, der starb und ewig lebt,

Dem, der starb und ewig lebt!

Du, der uns nun nicht verdammet.Wie erhebt dein Lob den Geist!

Durch die Ewigkeit entflammet,

Rühmt er, dankt er, jauchzt, entreißtDieser Welt sich: denn er preistDich, der ihn nun nicht verdammet,Weil du starbst und auferstandst,Gottmensch, weil du überwaudst.

Da, in MorgendämmerungenNoch gehüllt, die Erde schwieg;

Da zu ticfern AnbetungenGottes Engel niederstieg,

Aber jetzt noch bebend schwieg:

Da erstandest du. Schnell jungenAller Himmel Chöre dir,Todesüberwinder, dir.

Bei den Todten ihn zu finden,Ging sie hin, wo Christus schlief.

Ach, was mußte sie empfinden,

AlS er sanft: Maria! rief.

Und als sie: Rabbuni! rief!

Herr, einst werd' auch ich dich finden,Wo dein Gott ist nnd mein Gott,Ruft mich nun zu dir der Tod.