Druckschrift 
5 (1844)
Entstehung
Seite
175
Einzelbild herunterladen
 

Es ist, Versöhner, nicht in unfern Kräften,

Dem Kreuze die Begierden anzuheften.

O, send' uns deinen Geist, der uns regiere,

Zum Himmel führe!

Dann wollen wir mit vollem Dank betrachten,

Was du gethan hast, diese Welt nicht achten;

Wir wollen wachen, beten, deinen WillenMit Freud' erfüllen.

Dann wollen wir für dich, Herr, Alles wagen,Kein Kreuz nicht fürchten, keine Schmach noch Plagen.Nichts von Verfolgung, nichts von TodesschmerzenWend' unsre Herzen!

Dieß Alles, ob's für schlecht gleich ist zu achten,Weil wir, ach, sterblich, noch im Staube schmachten:Doch nimmst du's an. Du wirst uns dennoch gebenDein ewig's Leben.

Das Chor.

Erniedrigter,

Erniedrigter,

Du trägst der Erde Sünden.Ja, du läßt uns im GerichtGnade, Gnade finden.