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Hermann. Es sind viel traurige Schicksale einzelnerMenschen, niedergestürzte Hoffnungen, toddrvhende Wunden,die der Gute von dem Bösen empfing, geheimer Gram, dereinwurzelt, Liebe, die verachtet wird, und, ach, auchFreiheitsgefahr: allein, was sind sie, sobald ihr sie neben dasSchicksal eines Volkes stellt, welches eine Schlacht verliert!und gar neben eines unüberwundenen, welches die Schlacht..
Ingomar. Wie du wnthest! Die Lippe wird dir bleich!die Stimme dumpf!
Latwald. O wärest du schon jetzt zum Tode bleich undverstummtest; so hättest du zu der Vertheidigung einesAngriffs ausgewürhet, der sich nicht mit Siege, aber mitdeinem Tode endigen kann!
Hermann. Die Schlacht, wollte ich sagen, gegen dasVolk verliert, das keinen Erdwinkel und keine Meerengeübrig läßt, wo es nicht gebieten will! Und dann der Grausvon Allem, das Unedelste, Niedrigste, Niederwerfeudstc, daßdieses Volk, auch aus Goldsucht, gebeut! Cs ist schrecklich,sehr schrecklich!
Latwald. Wenn es mit jenen Schicksalen der Einzelnensich nun entwickeln soll; so beunruhiget mich die Erwartungnur, als wäre sie der Pfeil eines Knaben, der mich verwundethätte. (Horst kommt zurück.) Allein, wenn das Schicksal Allerdem Ausgange naht, wenn ihr Wohl am Rande des Abgrundsist, zwar noch gehalten werden kann, aber auch hiuabstürzen:so martert mich die Ungewißheit, als blutete ich von derLanze des Kühnsten der Legion!
Horst. Cäcina ließ mir sagen: Er verehrte die Siegerzu sehr, um nicht zu ihnen zu senden und sich zu erkundigen,was sie von ihm verlangen. Um uns seine Verehrung desto