Druckschrift 
7 (1844)
Entstehung
Seite
98
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Chalkol.

Ach, ich begreif es, theurer Freund, daß duErmattet bist, und nicht mehr rathen kannst.

In dieser dunkeln Nacht, die uns umringt,

Geh' ich nur Einen Strahl. Wenn der auch schwindet,So sink' ich hin, wie du, und weiß nichts mehr.

Darda.

Erinnre dich, wie ich sonst stets dich horte;

Doch jetzo hör' ich dich mit trüber Kalte.

Denn keine, keine Hoffnung Hab' ich mehrVon ihm. Nun seh' ich erst, was für ein Her;

Der haben mußte, der so weise war,

Und doch durch solche Schattengründe sich »

Au einem solchen Abfall von dem HerrnVerführen ließ! Verführen nicht! Er lagSchon tief in seiner Wollust Blumenthal,

Und schläferte nur sich mehr durch diese GründeAum Tod' ein! Wenn kein Donner vom Himmel herabAuf diesen Felsen fällt und ihn zermalmt;

So streben, mühn, arbeiten wir umsonst!

Chalkol.

Der Donner fällt herab, sobald ihm GottAntwortet.

Darda.

Irr' und glaub', er werde fragen.

Chalkol.

Die Eine schwache Hoffnung Hab' ich noch,

Dazu ihn zu bewegen.

Darda.

Es sey, er frage: