Druckschrift 
7 (1844)
Entstehung
Seite
65
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Chalkol.

Mein theurer Freund! . .

Kalo in o.

Du, Chalkol, weinest über mich! Ich mußWohl elend sevn, wie Keiner elend ist! . .

Verstummt ihr? Sagt denn: Wärs die beste Rettung nicht.Ich ginge noch den Weg hinab, von demKein Wiederkehren ist?

Chalkol.

Ach, Salomo,

Das war' die Rettung Sauls! . . (Nach ewigem Stillschweigen.)

Mein Rath ist der:

Du fragst den Herrn durch Nathan: Ob des ReichsZerreißung mit vergvßncm KriegesbluteBeginnen soll? Begönne sie mit Blute/.

So stürbest du in Waffen! Denn, nicht du,

Rehabeam, dein Sohn, verliert die Stämme!

Du hättest deinen Wunsch, den Tod, und bald vielleicht.Und hätt' in Frieden, bis an deinen Tod,

An lassen dich der Herr der Herrscher beschlossen;

So sähst du, Salomo, wie er sich deinErinnerte!

Salomo.

Hinauf zu seinem Thron,

Bis dahinauf sollt' ich mit einer FrageAn Den, der ewig ist, mich wagen? Ich?

Chalkol.

Ist aus dem Labyrinth, in dem du irrst,Denn andre Rettung?

Älopstock, drnm. Werke. II.

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