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Du weißt: ich bin zu stolz, vielleicht zu edel —Nenn's, wie du willst — das zu verhehlen,
Was nur im Herzen ist. Ich liebt' ihn sonst;
Wie liebt' ich ihn! jetzt lieb' ich ihn nicht mehr!Sonst war er Freund; jetzt ist er nichts, als König!Und, wenn nicht König, nur ein trüber Zweifler,Der mich und dich mit seinem Grübeln quält.
Weiß er denn nicht, daß, seit aus schwarzen LockenDieß Haar zu Silber ward, mir seine Krone,
Sein Cedernhaus, und alles, was er hat,
Dem Staube gleicht, auf den der Wandrer tritt?Ja, er war Freund, ich auch. So liebt' ich ihn;Jetzt lieb' ich ihn nicht mehr!
Dar-a.
Ich aber »och!
Des Mitleids heiliges Gefühl mischt sichBei mir ins heilige Gefühl der Freundschaft.
Bist du nur Dessen Freund, der glücklich ist?
Nicht Deß, den Elend stürzt und auch entschuldigt?Ist er nicht elend?
Chalkol.
Ach, war' er nur elend;
So war ich mehr, als je, sein Freund, als du!Verläugnet er nicht Gott und dient den Götzen?
Ist das auch Elend?
Jarda.
Ach, viel größer ist'S,
Viel mitleidswürdiger, als alles Andre!
Bei Dem, der lebt, und den ich nicht verlängne,Bleib' ich gleich standhaft des Verläugners Freund;Ich laß ihn eher nicht, als bis dieß Auge,