Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
353
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sollten, nicht hinderten? welche der Zuschauer, die mit Bei-falle, mit Kälte, ans Neubegierde, hinblickten? Und welcheist die Zahl derer, die, wenn sie mit jenen in gleichemFalle gewesen wären, auch gehorcht, nicht gehindert, mitBcifalle, mit Kälte, aus Nenbegierde, hingeblickt hätten?Ich zähle jetzt. Ich habe gezählt. Ich fühle, daß ich blaßwerde. Gleichwohl spreche ich den Namen der Nation nichtans; ich darf nicht, mag nicht: allein die schreckende Zahlzwingt mich, daß ich von einem gewissen weit ansgebreitetcn,schon durch die Geschichte ruchbaren, Charakter der Fran-zosen nicht schweigen kann." So erklärte sich mein Freund.

Ich hoffte nicht mehr zu der Ausübung von Bürger-pflichten Gelegenheit zu finden; aber ich habe sie, wie esmir vorkommt, in folgender Erklärung lFrimaire 30, Mcssi-dor 1) gefunden:

Die Konvention giebt dem eine Bürgcrkrvne, welcherdie beste Abstufung von den Verbrechen macht, die allge-meines, und eigenes Elend zur Folge haben."

Eh ich hievon mehr sage, muß ich etmaö erwähnen, dasvon nicht kleiner Bedeutung ist, und mit dieser Aufgabe innaher Verbindung steht.

Ein Jahrhundert ist nur in so fern die Nachwelt dervergangenen, als cs, was in diesen geschah, mit historischerGewißheit kennt. Aber unser Jahrhundert, diese Mitweltder Revolution, ist für sie schon Nachwelt, weil wir keineBegebenheit mit so unwiderleglicher Gewißheit kennen als sie.Ich gebe Einiges als zweifelhaft zu; allein ich verliere da-durch nichts. Denn die Hanptzüge des großen schrecklichenGemäldes sind unauslöschlich da. Wer durch sie zur Schaugestellt wird, den rettet nichts. CS helfen hier keine Ver-hüllungen; alle Schleier, wie sie auch immer gewebt fepuKlepstock, vermischte Schriften. 23